Aktualisiert 25.07.2014 15:58

Tour de France

Navardauskas überrascht die Sprinter

Ramunas Navardauskas gewinnt die 19. Etappe in Bergerac. Vincenzo Nibali verteidigt das Maillot jaune ohne Probleme.

Ramunas Navardauskas überraschte die Sprinterteams in der 19. Etappe der Tour de France. Der Litauer vom Team Garmin entwischte dem Feld gut 10 km vor dem Ziel und kam solo in Bergerac an. Navardauskas feierte den grössten Erfolg seiner Karriere.

Gemeinhin war im drittletzten Teilstück dieser Tour eine Sprintankunft erwartet worden. Und als die Ausreissergruppe gestellt worden war, sah es auch danach aus. Doch dann fuhr Navardauskas an der einzigen kleinen Steigung des Tages allen davon. Der 26-Jährige Litauer hatte davor unter anderen 2013 eine Etappe der Tour de Romandie gewonnen und 2012 nach dem Sieg im Teamzeitfahren für zwei Tage das Leadertrikot am Giro d'Italia getragen.

Sturz für die Wertung ohne Auswirkungen

Als sich das Feld nach dem Bergpreis der 4. Kategorie wieder organisiert hatte, ereignete sich ein Sturz, durch den zahlreiche Fahrer aufgehalten wurden. Und so rettete Navardauskas schliesslich sieben Sekunden ins Ziel. Im Sprint des sehr klein gewordenen Feldes setzte sich der Deutsche John Degenkolb durch. Etappendritter wurde der Norweger Alexander Kristoff.

Weil sich der Sturz weniger als drei Kilometer vor dem Ziel ereignete, kamen die gemessenen Zeitabstände nicht in die Wertung. Zu Boden mussten in der Rechtskurve unter anderen der Slowake Peter Sagan, der weiter auf seinen ersten Etappensieg warten muss, sowie der französische Gesamtfünfte Romain Bardet und der Luxemburger Fränk Schleck.

Zu Beginn der Etappe hatte sich einmal mehr Martin Elmiger an der Spitze des Rennens gezeigt. Der Schweizer IAM-Profi fuhr in der fünfköpfigen Gruppe mit, die gut 20 km vor dem Ziel wenig überraschend eingeholt wurde. Elmiger betrieb mit seiner fünften Flucht weiter Eigenwerbung, um in Paris als kämpferischster Fahrer der Rundfahrt ausgezeichnet zu werden.

Nibali mit beruhigendem Vorsprung

An der Spitze des Gesamtklassements gab es auf dem über 208 km langen Teilstück wie erwartet keine Veränderungen. Vincenzo Nibali führt weiterhin 7:10 Minuten vor Thibaut Pinot (Fr) und 7:23 vor Jean-Christophe Péraud (Fr).

Im zweitletzten Teilstück am Samstag wird noch einmal der Kampf um die Gesamtwertung im Zentrum stehen. Im 54 km langen Einzelzeitfahren von Bergerac nach Périgueux wird die Entscheidung fallen, wer am Sonntag auf der Champs-Élysées nebst dem designierten Gesamtsieger Nibali auf das Podest steigen darf.

101. Tour de France. 19. Etappe, Maubourguet Pays du Val d'Adour - Bergerac (208,5 km):

1. Ramunas Navardauskas (Lit).

2. John Degenkolb (De) 0:07 zurück.

3. Alexander Kristoff (No).

4. Mark Renshaw (Au).

5. Daniele Bennati (It).

6. Alessandro Petacchi (It).

An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderungen. Vincenzo Nibali (It) führt weiterhin 7:10 Minuten vor Thibaut Pinot (Fr) und 7:23 vor Jean-Christophe Péraud (Fr).

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