Russland - Nawalny-Unterstützer wegen «Pussy»-Video von Rammstein verurteilt
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RusslandNawalny-Unterstützer wegen «Pussy»-Video von Rammstein verurteilt

Vor sieben Jahren teilte Andrej Borowikow (32) ein Musikvideo der Gruppe Rammstein im Internet. Am Donnerstag wurde er dafür zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

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Wegen dem Musikvideo «Pussy», der Gruppe Rammstein, wurde der Russe Andrej Borowikow am Donnerstag  zu einer zweieinhalb jährigen Haftstrafe verurteilt.

Wegen dem Musikvideo «Pussy», der Gruppe Rammstein, wurde der Russe Andrej Borowikow am Donnerstag zu einer zweieinhalb jährigen Haftstrafe verurteilt.

Screenshot/Video
Andrej Borowikow, Mitstreiter von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny, teilte das Video 2014 in einem russischen Onlinenetzwerk.

Andrej Borowikow, Mitstreiter von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny, teilte das Video 2014 in einem russischen Onlinenetzwerk.

Instagram/boro1785
Ihm wird «Verbreitung von Pornografie» vorgeworfen. Für Amnesty International ist klar, dass er für seinen Aktivismus bestraft wird – nicht für seinen Musikgeschmack.

Ihm wird «Verbreitung von Pornografie» vorgeworfen. Für Amnesty International ist klar, dass er für seinen Aktivismus bestraft wird – nicht für seinen Musikgeschmack.

Instagram/boro1785

Der Russe Andrej Borowikow, der früher ein Büro von Nawalny leitete, wurde am Donnerstag zu zweieinhalb Jahren Haft wegen «Verbreitung von Pornografie» verurteilt. Grund für das Gerichtsurteil ist ein Rammstein-Video, das der 32-Jährige im Jahr 2014 auf einem russischen Online-Netzwerk geteilt hatte, berichtet «Bild».

Das geteilte Musikvideo «Pussy» gibt es in zwei Versionen und ist halb deutsch halb englisch gesungen. Es handelt, komplett ironisch, von Sextourismus-Klischees. Die eine Version enthält Sexszenen, in der zweiten tanzen knapp bekleidete Frauen. Welche Version Borowikow teilte, ist unklar. Amnesty International bezeichnete das Verfahren als «völlig absurd». Es sei klar, «dass er nur für seinen Aktivismus bestraft wird, nicht für seinen Musikgeschmack», so die Menschenrechtsorganisation.

Russen verstehen keinen Spass bei Nawalny

Die Regionalbüros der Organisation des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny sind in Russland als «extremistisch» eingestuft worden. Das Nawalny-Netzwerk stand am Freitag auf der Liste der «terroristischen und extremistischen» Organisationen der Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring, die kurz zuvor eine Aktualisierung ihrer Liste angekündigt hatte. Die Regionalbüros hatten sich am Donnerstag bereits selbst aufgelöst, um einem kompletten Verbot infolge der befürchteten Einstufung als «extremistisch» zuvorzukommen.

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(AFP/roa)

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