Aktualisiert 23.11.2017 07:02

Hakenkreuz auf FassadeNazi-Haus von Berneck gibt Rätsel auf

In Berneck gibt ein altes Haus zu reden. Auf seiner Fassade ist ein Hakenkreuz zu sehen. Dieses ist aber nicht neu – es stammt aus der Zeit des 2. Weltkriegs.

von
lad
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Auf diesem Bernecker Haus ist auf der Fassade das Hakenkreuz zu erkennen.

Auf diesem Bernecker Haus ist auf der Fassade das Hakenkreuz zu erkennen.

eli
Es stamme noch aus Zeiten des zweiten Weltkriegs, so der jetzige Besitzer des Hauses.

Es stamme noch aus Zeiten des zweiten Weltkriegs, so der jetzige Besitzer des Hauses.

eli

«Das Hakenkreuz ist immer noch klar erkennbar», sagt eine Leser-Reporterin am Mittwoch gegenüber 20 Minuten. Das Haus steht mitten in Berneck, wo sie aufgewachsen ist. Das Nazi-Symbol wurde zwar übermalt, aber wie ein böses Mal kommt es immer wieder zum Vorschein. «Selbst wenn man das Haus auf Google Street View anschaut, kann man das Hakenkreuz ganz links neben dem Fenster erkennen», sagt die Leserin weiter. Doch woher stammt es?

Rheintal bekannt für Hitler Sympathisanten

Laut dem Historiker und alt Gemeindepräsidenten Jakob Schegg gab es früher im Rheintal viele Hitler-Sympathisanten. Daran kann sich auch der Vater der Leser-Reporterin erinnern: «Er hat mir erzählt, dass diese reihenweise wegen Landesverrats in der Strafanstalt Saxerriet gelandet sind.»

Offenbar ist das Haus nicht das einzige im Dorf, auf dem zu jener Zeit Nazi-Symbole prangten. «Zu meiner Schulzeit gab es in der Burggasse ein paar Häuser, auf denen Hakenkreuze zu sehen waren», sagt ein Dorfbewohner.

Jetziger Besitzer klärt auf

Die Geschichte des Hakenkreuzes auf der Fassade dieser Hauswand reicht bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurück. Der jetzige Besitzer des Hauses klärt auf: «Dieses Kreuz an der Hausmauer ist bereits seit über 70 Jahren da.» Damals hätten Deutsche darin gewohnt, die bei einer Gerberei gegenüber gearbeitet hätten. Von Erzählungen weiss der Hausbesitzer, dass diese damals durch die Strassen defilierten und Hitler-Lieder sangen.

Das Haus gehört ihm bereits seit rund 20 Jahren. Er benutzt es als Lagerraum für seine Firma, bewohnt sei es schon lange nicht mehr. Das Kreuz störe ihn nicht. «Warum sollte ich es übermalen? Es gehört zur Geschichte», so der Mann lakonisch.

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