«Braune Politik»: Nazivergleich - Brunner ist sauer auf BDP-Chef
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«Braune Politik»Nazivergleich - Brunner ist sauer auf BDP-Chef

BDP-Chef Martin Landolt wirft der SVP «braune» Politik vor. Deren Chef Toni Brunner verlangt nun eine Entschuldigung.

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SVP-Parteipräsident Toni Brunner verlangt von Martin Landolt eine öffentliche Entschuldigung.

SVP-Parteipräsident Toni Brunner verlangt von Martin Landolt eine öffentliche Entschuldigung.

BDP-Chef Martin Landolt wählte an der Delegiertenversammlung seiner Partei vor Wochenfrist deutliche Worte: «Wie braun muss eine Politik noch werden, bis alle riechen können, wie es zum Himmel stinkt?» Er bezeichnete die Partei als «Extremisten», die man nicht stärker in die Regierung einbinden dürfe. Es könne nicht sein, dass nationalsozialistische Rhetorik Einzug in die Politik halte.

Nun kam es deswegen an den Von-Wattenwyl-Gesprächen gemäss der «Sonntagszeitung» zwischen dem Bundesrat und den Regierungsparteien am Freitag in Bern zum Eklat: SVP-Präsident Toni Brunner verweigerte Martin Landolt den Handschlag. Weiter forderte er vom Glarner Nationalrat eine öffentliche Entschuldigung und kündigte an, bis auf weiteres weder mit ihm reden noch zusammenarbeiten zu wollen.

Die Aktion von Toni Brunner war gemäss der Zeitung mit Fraktionschef Adrian Amstutz abgesprochen, welcher Landolt im Sitzungsraum ebenfalls demonstrativ stehen liess. Toni Brunner sagt zur «Sonntagszeitung»: «Einen Nazivergleich müssen wir uns nicht bieten lassen. Damit vergleicht Landolt die SVP mit Massenmördern.» Es sei unanständig und inakzeptabel.

Martin Landolt hingegen denkt nicht im Entferntesten daran. Er sagt: «Die SVP, die sonst ungehemmt mit Kraftausdrücken um sich wirft, soll jetzt nicht so dünnhäutig sein.» An seiner Aussage, dass die Politik der SVP braune Tendenzen habe, halte er fest.

An der Delegiertenversammlung sagte er in seiner Rede: «Wenn wir Angst davor haben, die SVP zu attackieren, können wir ihr auch gleich das Schicksal der Schweiz überlassen.»

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