Durch Impfgegner und IslamistenNDB hält Anschläge auf Impfzentren für wahrscheinlich
Sowohl von Impfgegnerinnen und Impfgegnern als auch von radikal-islamistischer Seite könnte für Impfstofflager und -zentren eine Anschlagsgefahr ausgehen.
- von
- Philippe Coradi
Darum gehts
Lagerorte für Impfstoff, deren Transport und Impfzentren könnten laut NDB Ziele für Anschläge sein.
Zwei Gruppen stehen dabei im Fokus: impfkritische Kreise und radikal-islamistische Organisationen.
Bei den möglich betroffenen Stellen gibt man sich bedeckt. Die Armee hält die Lagerorte für die Corona-Impfstoffe geheim.
Der Nachrichtendienst des Bundes erachtet es als wahrscheinlich, dass in der Schweiz Impfzentren Ziel eines terroristischen Anschlags werden könnten. Auch die Hersteller und Herstellerinnen oder Impfstofftransporte könnten betroffen sein, sagt der NDB gegüber der «NZZaS».
Ein solcher Anschlag würde erstens eine grössere Menschenmenge treffen und zweitens in den Medien gross thematisiert werden. Konkrete Bedrohungen oder Hinweise hat die Behörde aber derzeit noch keine.
Lagerorte sind geheim
Die Armee als Logistikbeauftragte für die Corona-Impfstoffe und der Pharmakonzern Lonza im Wallis beantworten die Frage, wie sie die aktuelle Bedrohungslage gegen sich einschätzen, gegenüber der Zeitung nicht. Die Standorte der Armeeapotheken, in denen die Corona-Impfstoffe gelagert sind, sind aber immer noch geheim; an den Impfzentren ist Sicherheitspersonal präsent.
Für die neuralgischen Standorte rund um die Corona-Imfpung besteht also zwei Gefahr aus zwei Lagern: einerseits aus impfkritischer Seite, andererseits von radikal-islamistischen Organisationen. Das deutsche Bundeskriminalamt warnte noch Ende 2020 davor, dass radikale Impfgegner und Impfgegnerinnen Angriffe auf Impfzentren verüben könnten. Passiert ist es im norditalienischen Brescia: Zwei Impfskeptikerinnen und Impfskeptiker verübten im April mit Molotow-Cocktails einen Brandanschlag auf ein Impfzentrum.
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