Aktualisiert 15.05.2007 21:14

Neapel versinkt in stinkendem Abfall

Im Kampf gegen das überbordende Güselproblem ihrer Stadt versucht die Bevölkerung Neapels, sich selbst zu helfen. So setzte sie vielerorts die stinkenden Abfallberge einfach in Brand.

Seit vielen Monaten türmt sich in den Strassen der süditalienischen Metropole der Abfall. Grund: Seit Jahren weiss die Region Kampanien rund um Neapel nicht mehr wohin mit den Abfällen. Es fehlt an Verbrennungsanlagen und dem nötigen Platz für Deponien.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte es immer wieder wütende Proteste der Bürger gegeben.

«Jetzt haben wir auch noch ein Problem mit Bränden, die ein grosses Risiko für die Bevölkerung darstellen», meinte Bürgermeisterin Rosa Russo Iervolino. An vielen Stellen liessen Anwohner den Abfall einfach in Flammen aufgehen. Allein am Montag seien mehr als hundert Feuerwehreinsätze nötig gewesen, berichtete gestern die römische Zeitung «La Repubblica».

Und eine Lösung scheint nicht in Sicht: So gingen etwa im Dorf Terzigno, wo laut Dekret demnächst eine Verbrennungsanlage entstehen soll, wütende Bürger auf die Strasse, die den Bau der stinkenden Einrichtung um jeden Preis verhindern wollen.

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