Neat-Südanschluss wegen Rekurs verzögert
Aktualisiert

Neat-Südanschluss wegen Rekurs verzögert

Bei den Planungen für den NEAT-Südanschluss im Tessin kommt es zu einer rund einjährigen Verzögerung. Grund ist der Rekurs eines Ingenieurbüros, das gegen die Auftragsvergabe für eine Studie erfolgreich Beschwerde eingereicht hat.

Ursprünglich ging man davon aus, dass die Ergebnisse der Studie bis Ende 2007 vorliegen würden. Doch aufgrund des Rekurses hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) den Auftrag neu ausschreiben müssen.

Die Neuausschreibung sei immer noch im Gang, sagte BAV-Sprecher Gregor Saladin am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er rechnet damit, dass es bis Ende Jahr dauern wird, ehe der Auftrag definitiv vergeben sein wird.

Die Studie soll die technische und die sozioökonomische Zweckmässigkeit von vier Varianten des Projektes «Lugano-Chiasso» prüfen. Konkret geht es um die Weiterführung der NEAT nach dem Südportal des Ceneri-Basistunnels in Vezia bei Lugano.

Eine drei Milliarden Franken teure Knacknuss

Die über hundertjährige Stammlinie der Gotthardbahn ist keine Flachbahn. Die Planungsarbeiten für die dortige Neubaustrecke obliegen ausschliesslich der Schweiz. Die vom BAV in Auftrag gegebene Studie soll die Grundlage für die Variantenwahl bilden.

Nach der Wahl der Linienführung wird die Frage der Finanzierung geklärt werden müssen. Dies werde eine «politische Knacknuss», heisst in dem Dossier «Swiss Traffic» auf der Homepage des BAV.

Das BAV geht für die Neubau-Strecke Lugano-Chiasso mit Kosten in der Grössenordnung von drei Milliarden Franken aus. Vor 2020 ist mit einer Realisierung nicht zu rechnen. (sda)

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