Neat-Tunnels werden zusammengedrückt
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Neat-Tunnels werden zusammengedrückt

Beim Bau des Gotthardbasistunnels der NEAT sind auf dem Abschnitt zwischen Bodio und Faido neue Probleme aufgetreten. Noch vor der Fertigstellung werden die Tunnels von den Gesteinsmassen zusammengedrückt.

Rund 300 Meter müssen nachprofiliert werden, die AlpTransit Gotthard AG zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag» bestätigte.

Wegen des erhöhten Drucks des Gotthardmassivs haben rund 300 Meter der beiden NEAT-Tunnelröhren zwischen Bodio und Faido das nötige Mindestmass nicht erreicht. Um genügend Platz für den Einbau der Bahntechnologie zu erhalten, müsse der Rohbau um 50 Zentimeter erweitert werden, sagte AlpTransit-Sprecher Ruedi Suter. Er rechnet damit, dass die Arbeiten für die Nachprofilierung dieses Tunnelabschnitts rund fünf Monate in Anspruch nehmen werden. Diese Zusatzarbeiten werden sich nach Angaben des AlpTransit-Sprechers aber nicht auf die für das Jahr 2016 geplante Inbetriebnahme des 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnels zwischen Erstfeld im Kanton Uri und Bodio im Tessin niederschlagen. In diesem Zusammenhang lägen die Probleme eher auf der Nordseite des Tunnels mit der Vergabe des Loses Erstfeld.

Zu den Kosten für die Nachprofilierung der 300 Meter konnte Suter noch keine Angaben machen. Das Bundesamt für Verkehr sei über Probleme der Tunnelbauer mit den Bergdrücken informiert worden. In der kommenden Woche wird sich der Ständerat in einer Dringlichkeitsdebatte mit dem Bau der NEAT befassen. (dapd)

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