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NEAT: Wegen Marti- Beschwerde teurer und später

Die zweite Beschwerde der Baugruppe Marti gegen die Vergabe des Bauloses Erstfeld des Gotthard-Basistunnels an die österreichische Konkurrentin Strabag wird zu Verzögerungen und Mehrkosten von 3,5 Mio. Franken monatlich führen.

Die AlpTransit Gotthard AG informierte die NEAT- Aufsichtsdelegation (NAD) des Bundes dieser Tage über die finanziellen und terminlichen Risiken der neuerlichen Beschwerde.

Wie die NAD am Freitag mitteilte, könnte sich der Beginn der Bauarbeiten aus heutiger Sicht um bis zu anderthalb Jahre verzögern. Der Beginn der Inbetriebsetzung des Tunnels würde sich laut NAD um bis zu acht Monate verzögern.

Die Mehrkosten beliefen sich bisher bereits auf 24 Millionen Franken. Aufgrund der Verzögerungen sei mit zusätzlichen Kosten von 3,5 Millionen Franken zu rechnen. Darin seien Kosten für allfällige Beschleunigungsmassnahmen nicht eingerechnet.

Die Baugruppe Marti hatte ihre neuerliche Beschwerde Ende Mai mit einer «offenkundigen systematischen Bevorteilung» der Konkurrentin Strabag begründet. Die Auftraggeberin AlpTransit Gotthard hatte am 5. Mai der Strabag den Zuschlag für das Baulos Erstfeld vergeben und damit ihren ersten Entscheid vom August 2005 bestätigt. Es geht um ein Auftragsvolumen von 413 Millionen Franken.

(sda)

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