Explosion im Aargau: Neben dem Toten lag ein Feuerzeug
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Explosion im AargauNeben dem Toten lag ein Feuerzeug

Die Indizien erhärten sich: Der 56-jährige Schweizer, in dessen Haus in Rüfenach sich in der Nacht auf Dienstag eine heftige Explosion ereignete, hat vermutlich selbst gezündet.

von
mlu

In der Nacht auf Dienstag riss eine Explosion die kleine Aargauer Gemeinde Rüfenach aus dem Schlaf. Wo am Grossackerweg einst das mittlere von drei Reiheneinfamilienhäusern stand, waren nur noch Rauch und Trümmer zu sehen. Bereits am Dienstag schloss die Polizei nicht aus, dass der Hausbewohner die Explosion selber ausgelöst hat.

Dieser Verdacht scheint sich nun zu bestätigen: Gleich neben dem Verstorbenen seien Reste von Wachs sowie ein Feuerzeug entdeckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach am Mittwoch mit. Nach derzeitigem Ermittlungsstand seien ein Unfall oder eine Fremdeinwirkung eher unwahrscheinlich.

Trotzdem werde die Untersuchung einstweilen in alle Richtungen fortgeführt. Im mittleren Teil eines Reiheneinfamilienhauses mit drei Parteien kam es in der Nacht auf Dienstag kurz vor 2.15 Uhr zu einer heftigen Explosion.

Explosion im Aargau

Über eine Million Franken Schaden

Der Hausbewohner galt zunächst als vermisst. Seine von der Feuerwehr geborgene Leiche konnte erst im Verlauf des Dienstags identifiziert werden. Die Wucht der Explosion schleuderte Trümmer bis zu 60 Meter weit. Überall im Quartier lagen Bruchstücke.

Im Haus wurden mehrere Gasflaschen gefunden. Ausser dem Bewohner des mittleren Teils kamen keine Personen zu schaden. Der Sachschaden am Reiheneinfamilienhaus und den umliegenden Gebäuden beläuft sich auf über eine Million Franken. (mlu/sda)

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