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Prominente Absenzen in TokioNeben Roger Federer fehlen auch diese Stars an Olympia

Nicht nur Roger Federer sondern auch andere grosse Namen verpassen die Olympischen Spiele in Tokio. Nicht so Novak Djokovic – der Serbe verfolgt in Japan weiterhin den Traum vom «Golden Slam».

von
Florian Gnägi
Lucas Werder
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Keine Medaillen-Jagd für unseren Maestro in Tokio: Roger Federer verpasst Olympia wegen Knie-Beschwerden.

Keine Medaillen-Jagd für unseren Maestro in Tokio: Roger Federer verpasst Olympia wegen Knie-Beschwerden.

USA TODAY Sports
Olympiasieger wurde Federer 2008 im Doppel zusammen mit Stan Wawrinka. Auch der Lausanner verpasst Tokio wegen einer Verletzung.

Olympiasieger wurde Federer 2008 im Doppel zusammen mit Stan Wawrinka. Auch der Lausanner verpasst Tokio wegen einer Verletzung.

imago sportfotodienst
Die beiden Schweizer sind nicht die einzigen Tennis-Stars, die Olympia verpassen. Sandplatzkönig Rafael Nadal verzichtet auf die Spiele, weil er seinem Körper eine Ruhepause gönnen will.

Die beiden Schweizer sind nicht die einzigen Tennis-Stars, die Olympia verpassen. Sandplatzkönig Rafael Nadal verzichtet auf die Spiele, weil er seinem Körper eine Ruhepause gönnen will.

AFP

Darum gehts

  • Am 23. Juli ist es so weit: die Olympischen Spiele in Tokio werden eröffnet.

  • Zahlreiche Sport-Stars verpassen den Mega-Event in Japan.

  • Besonders bei den Tennis-Cracks fehlen einige Hochkaräter wie Roger Federer oder Rafael Nadal.

  • Nicht so Novak Djokovic: Der Serbe träumt weiterhin vom Golden Slam.

In keiner Sportart fehlen bei den Olympischen Spielen in Tokio so viele Superstars wie im Tennis. Zuletzt sorgte die Absage von Roger Federer für Aufsehen. Der Schweizer muss wegen Knie-Beschwerden Forfait geben für das Turnier in Japan und verpasst damit wie Landsmann Stan Wawrinka oder andere grosse Namen wie Rafael Nadal, Serena Williams oder Dominic Thiem den Kampf um olympisches Edelmetall.

Der frischgebackene Wimbledon-Champion Novak Djokovic hat seinen Olympia-Start in Tokio hingegen bestätigt und geht damit auf die Jagd nach dem Golden Slam. «Ich habe meinen Flug nach Tokio gebucht und werde mich stolz dem Team Serbia für die Olympischen Spiele anschliessen», teilte der Weltranglistenerste am Donnerstag auf Twitter mit: «Für mich war es immer eine besondere Freude und Motivation, für Serbien zu spielen und ich werde mein Bestes geben, um uns alle glücklich zu machen!»

Djokovic hatte zuletzt in Wimbledon seinen 20. Grand-Slam-Titel geholt und zog damit in Sachen Major-Titel gleich mit Federer und Nadal. Mit einem Erfolg beim US Open würde der 34-Jährige als erster Mann seit Rod Laver 1969 alle Grand-Slam-Turniere in einem Kalenderjahr gewinnen. Als bisher Einzige im Tenniszirkus holte Steffi Graf 1988 auch Olympia-Gold und schaffte damit sogar den sogenannten Golden Slam. Das könnte nun auch Djokovic gelingen.

Dabei dürfte der Weg zu Edelmetall so einfach sein, wie wohl nie zuvor. Neben Federer, Nadal und Thiem fehlen unter anderem auch David Goffin, Nick Kyrgios und Denis Shapovalov. Der Australier Alex de Minaur und der Brite Daniel Evans können aufgrund eines positiven Corona-Tests nicht nach Tokio reisen. Rund die Hälfte der besten 20 Spieler der Welt wird die Spiele also verpassen. Auch bei den Frauen gibt es mit Simona Halep, Johanna Konta, Bianca Andreescu, Victoria Azarenka und Angelique Kerber neben Serena Williams prominente Absagen. Auch Titelverteidigerin Monica Puig fehlt verletzt.

Zahlreiche Titelverteidiger fehlen

Doch auch anderen Sportarten müssen ohne ihre Topstars auskommen. Der amerikanische Dreisprung-Olympiasieger von 2012 und 2016 Christian Taylor fehlt verletzt. Auch der Deutsche Thomas Röhler (Speer) und der Kenianer David Rudisha werden ihren Gold-Triumph von Rio verletzungsbedingt nicht wiederholen können. Dasselbe Schicksal ereilt Kugelstösserin Michelle Carter (USA) und Hochspringer Derek Drouin (Kanada).

Ganz bitter wird es für Mo Farah. Der britische Doppel-Olympiasieger über 5000 und 10’000 Meter hat es nicht geschafft, sich für die diesjährigen Spiele zu qualifizieren. Das gilt auch für den Silbermedaillen-Gewinner über 100 Meter Justin Gatlin (USA).

Das olympische Basketballturnier hat auch einige gewichtige Absenzen zu vermelden. Deutschland muss ohne seinen Star Dennis Schröder auskommen, weil jener aktuell vereinslos ist und das zur Folge gehabt hätte, dass eine mögliche Verletzung extra hätte versichert werden müssen – zu teuer. Australiens Ben Simmons sagte freiwillig ab, weil er lieber weiter trainieren möchte. Bradley Beal fehlt dem US-Basketball-Team wegen einer Corona-Infektion.

Dopingsperren verhindern Olympia-Teilnahme

Ebenfalls nicht am Start sein wird 100-Meter-Weltmeister Christian Coleman, dem eine Dopingsperre zum Verhängnis wird. Auch Caster Semenya konnte sich über 800 Meter nicht qualifizieren, das weil sie an einem Quali-Event aufgrund zu hoher Testosteron-Werte nicht starten durfte. Wegen Dopings verpassen gleich mehrere Olympiasieger von Rio die Spiele in Tokio: Schwimmer Sun Yang aus China, Hammerwerfer Dilschod Nasarow aus Tadschikistan, US-Hürdensprinterin Brianna McNeal sowie der ukrainische Kunstturner Oleg Wernjajew.

Aus einem besondern kuriosen Grund wird Triathlet Alistair Brownlee in Tokio aussetzen müssen. Der britische Olympiasieger von 2012 und 2016 hatte im Juni während des Schwimmens bei einem Triathlon-Wettbewerb in England einen Konkurrenten gestossen und war daraufhin disqualifiziert worden.

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