Armee: Nef zieht positive Bilanz

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ArmeeNef zieht positive Bilanz

Armeechef Roland Nef zieht eine mehrheitlich positive Bilanz seines ersten halben Amtsjahres. Er setze auf die genaue Beachtung des Dienstreglementes.

Im Personellen der Armee gelte jetzt eine Verweildauer der Kader in ihrer Funktion von vier bis sechs Jahren, sagte Nef am Freitag vor den Medien in Bern. Bis Ende Jahr wolle er eine übergreifende Personalplanung im Bereich Verteidigung realisieren. Geprüft werde die Umwandlung von militärischen in zivile Stellen.

Berufsmilitärs gehörten an die Ausbildungsfront, sagte Nef. Alle Einsätze, die nicht der Ausbildung und Erziehung der Truppe dienten, seien eingefroren. Gegenwärtig seien 150 Stellen von Berufsoffizieren und -unteroffizieren vakant. Doch seien 75 Offiziere und 45 Unteroffiziere in Ausbildung.

Künftige Berufsmilitärs müssten «einzeln abgeholt» werden, sagte der Armeechef. Deshalb habe er beantragt, die Personalgewinnungsprämie von 1000 Franken im nächsten Jahr weiterzuführen. Er brauche bei der Personalsteuerung mehr Handlungsspielraum. Diese sei höchste Priorität der Chefs.

Gelungen ist laut Nef die Anpassung der «Kopfstruktur» des Heeres. Die Reduktion der Zahl der Direktunterstellten des Heereschefs von 29 auf 12 erlaube eine effiziente Führung. Es müssten Voraussetzungen geschaffen werden, das an der Euro 08 erfolgreich eingesetzte Führungsinformationsystem (FIS Heer) zu realisieren.

Grosses Gewicht legt Nef auf die Kommunikation der Armee mit Politik und Wirtschaft. Die Kontakte seien wieder aufgenommen worden. Die Kommandanten und die Truppe müssten in ihren Regionen weiterfahren, die Treffen mit der Bevölkerung systematisch zu pflegen. Die Truppe sei die beste Botschafterin der Milizarmee.

(sda)

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