Kolumbien: Neffe von Drogenkönig Escobar findet 20 Millionen Dollar in Hauswand

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KolumbienNeffe von Drogenkönig Escobar findet 20 Millionen Dollar in Hauswand

Seit 27 Jahren ist der wohl berüchtigtste Drogenboss aller Zeiten – Pablo Escobar – schon tot. Trotzdem tauchen noch immer Geldbeträge aus seinem Erbe auf. Ein Neffe fand 20 Millionen in bar, die in eine Hauswand eingemauert waren.

von
Reto Heimann
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Nicolas Escobar ist der Neffe des berüchtigten Drogenbosses Pablo Escobar. Er fand 20 Millionen Dollar seines berühmten Onkels – eingemauert in eine Hausmauer.

Nicolas Escobar ist der Neffe des berüchtigten Drogenbosses Pablo Escobar. Er fand 20 Millionen Dollar seines berühmten Onkels – eingemauert in eine Hausmauer.

Screenshot Redmas
Pablo Escobar, hier auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1983, war einer der berüchtigtsten Drogenbosse der Welt.

Pablo Escobar, hier auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1983, war einer der berüchtigtsten Drogenbosse der Welt.

KEYSTONE
Zeitweise nahm Escobar mit Kokainschmuggel 360 Millionen Dollar ein – pro Woche!

Zeitweise nahm Escobar mit Kokainschmuggel 360 Millionen Dollar ein – pro Woche!

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Darum gehts

  • Der berüchtigte Drogenboss Pablo Escobar hinterliess nach seinem Tod 1993 ein riesiges Vermögen.
  • Das Geld wurde nie zur Gänze sichergestellt.
  • Nun fand der Neffe Escobars 20 Millionen US-Dollar – das Geld war in eine Hauswand eingemauert.

27 Jahre nach dem Tod des Drogenhändlers und Mafiabosses Pablo Escobar taucht noch immer Geld aus seiner sagenumwobenen und skandalumwitterten Hinterlassenschaft auf. Einer seiner Neffen fand 20 Millionen Dollar. Sie waren in einer Hauswand versteckt – in nichts anderes als eine Plastiktüte gewickelt.

Halb vergammelt seien sie zudem gewesen, erklärte Nicolas Escobar, der Neffe des berühmten Mafioso und Schwerkriminellen, dem kolumbianischen Regionalsender «Red+Noticias»: «Es ist nicht das erste Mal, dass ich Geld an ungewöhnlichen Orten gefunden habe, an denen mein Onkel es vor den Behörden versteckt hatte.»

Verwesungsgeruch aus der Wand

Nicolas Escobar wohnt seit fünf Jahren in einem Apartment seines berühmten Onkels. Er behauptet, er habe in einer Vision erfahren, dass sich in der Wand die 20 Millionen Dollar befinden sollen: «Jedes Mal, wenn ich im Esszimmer saß und zum Parkplatz schaute, sah ich einen Mann, der vor der Wand entlangging und verschwand.»

Dazu sei gekommen, dass es fürchterlich gestunken habe, wenn man an der Wand vorbeigegangen sei. «Der Gestank war 100 Mal schlimmer als etwas, das gestorben war», so Nicolas Escobar. Der Grund: Die 20 Millionen Dollar hatten bereits zu schimmeln begonnen.

Berüchtigter Drogenboss

Pablo Escobar gilt bis heute als grösster Drogenboss, den die südamerikanische Mafia je hervorgebracht hat. Als Boss des berüchtigten Medellin-Kartells schmuggelte er zu Spitzenzeiten 15 Tonnen Kokain – täglich!

Der Wochenumsatz belief sich in den 1980er-Jahren auf 360 Millionen Euro, was Escobar zum siebtreichsten Menschen der Welt machte. Er wurde im Dezember 1993 bei einer Schiesserei mit der Polizei getötet. Ein beträchtlicher Teil seines Vermögens wurde nie sichergestellt.

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