Forderung des obersten Gesundheitsdirektors: Negativ Getestete sollen ab April Veranstaltungen besuchen dürfen
Publiziert

Forderung des obersten GesundheitsdirektorsNegativ Getestete sollen ab April Veranstaltungen besuchen dürfen

Lukas Engelberger fordert Lockerungen der Corona-Massnahmen– trotz steigender Fallzahlen. Zudem soll der Bund seine Grenzwerte für weitere Verschärfungen überdenken.

von
Claudia Steiger
1 / 4
«Höhere Fallzahlen sollten wahrscheinlich nicht so stark bewertet werden»: Der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger, fordert Lockerungen.

«Höhere Fallzahlen sollten wahrscheinlich nicht so stark bewertet werden»: Der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger, fordert Lockerungen.

20Min/Steve Last
Er plädiert dafür, dass grössere Veranstaltungen wieder ermöglicht werden, wenn diese negativ getesteten oder geimpften Personen vorbehalten sind. (Symbolbild)

Er plädiert dafür, dass grössere Veranstaltungen wieder ermöglicht werden, wenn diese negativ getesteten oder geimpften Personen vorbehalten sind. (Symbolbild)

Tamedia AG
Der oberste Schweizer Gesundheitsdirektor hält das ab Ende April für möglich. Bis dann sollen alle Risikopersonen geimpft sein und die schweizweite Testoffensive Früchte tragen. (Gurtenfestival 2019)

Der oberste Schweizer Gesundheitsdirektor hält das ab Ende April für möglich. Bis dann sollen alle Risikopersonen geimpft sein und die schweizweite Testoffensive Früchte tragen. (Gurtenfestival 2019)

20Min/OskarMoyano

Darum gehts

  • Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, fordert Lockerungen im April.

  • Grössere Veranstaltungen sollten für Geimpfte und negativ Getestete wieder möglich sein.

  • Zudem plädiert Engelberger dafür, die Grenzwerte zu überdenken.

Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen. Dennoch fordert der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger, nun erste Lockerungen im April. Er plädiert dafür, dass grössere Veranstaltungen wieder ermöglicht werden, wenn diese negativ getesteten oder geimpften Personen vorbehalten sind. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» (Bezahlartikel) erklärt Engelberger: «Anlässe für negativ Getestete und Geimpfte halte ich mindestens für prüfenswert und würde es begrüssen, wenn wir solche Modelle mit Pilotprojekten ausprobieren würden.»

Der oberste Schweizer Gesundheitsdirektor hält das ab Ende April für möglich. Bis dann sollen alle Risikopersonen geimpft sein und die schweizweite Testoffensive Früchte tragen. Zudem könnten Selbsttests angewendet werden. Damit macht Engelberger Druck auf den Bundesrat. Dieser diskutiert solche Öffnungen schon längere Zeit, hat aber wegen steigender Fallzahlen bisher immer davon Abstand genommen.

«Grenzwerte noch einmal überdenken»

Generell fordert Engelberger von der Landesregierung ein lockereres Corona-Regime und weniger Rücksicht auf steigende Fallzahlen. Er sei trotz der Zunahme der Fälle «zurückhaltend gegenüber erneuten Verschärfungen». Die Kriterien für weitere Massnahmen sollten nach Ansicht des obersten Gesundheitsdirektors gelockert und von den Fallzahlen gelöst werden. «Wir sollten die Grenzwerte noch einmal überdenken. Höhere Fallzahlen sollten wahrscheinlich nicht so stark bewertet werden.»

Engelbergers Forderungen lassen aufhorchen. Der Basler Gesundheitsdirektor gilt grundsätzlich als Mahner im Umgang mit der Pandemie und hat den vorsichtigen Corona-Kurs des Bundesrats stets mitgetragen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Deine Meinung