Angelo Kelly ist nicht tot

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FalschmeldungenNein, an den Gerüchten zu Angelo Kellys Tod ist nichts dran

Mitte Dezember 2022 sind auf Youtube zahlreiche Videos aufgetaucht, die den Tod, ja sogar die Beerdigung Angelo Kellys thematisierten. Auch auf Facebook gibt es Meldungen. Doch der Sänger ist putzmunter.

von
Fee Anabelle Riebeling
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An Meldungen wie dieser, die Mitte Dezember 2022 zunächst auf Youtube auftauchten, ist nichts dran: Es sind Fakenews. 

An Meldungen wie dieser, die Mitte Dezember 2022 zunächst auf Youtube auftauchten, ist nichts dran: Es sind Fakenews. 

Screenshot Youtube
Der Sänger Angelo Kelly lebt, wie seine zahlreichen Social-Media-Postings zeigen. Am 16. Dezember kündigte er auf Instagram an, in der von Kim Fisher und Jörg Kachelmann moderierten MDR-Sendung «Riverboat» zu sehen zu sein.

Der Sänger Angelo Kelly lebt, wie seine zahlreichen Social-Media-Postings zeigen. Am 16. Dezember kündigte er auf Instagram an, in der von Kim Fisher und Jörg Kachelmann moderierten MDR-Sendung «Riverboat» zu sehen zu sein.

Instagram/angelokellyofficial
In dieser trat Angelo Kelly tatsächlich auf, wie dieser Screenshot der Sendung zweifellos zeigt. 

In dieser trat Angelo Kelly tatsächlich auf, wie dieser Screenshot der Sendung zweifellos zeigt. 

Screenshot ardmediathek.de

Darum gehts 

  • In den sozialen Medien werden Videos geteilt, in denen behauptet wird, Angelo Kelly sei gestorben. 

  • Doch das sind Fakenews. 

  • Der Sänger lebt, wie ein TV-Auftritt und seine Social-Media-Aktivitäten zeigen.

  • Hinweise darauf, dass es sich bei den Todesmeldungen um Falschbehauptungen handelt, finden sich bereits in den Clips. 

«Angelo Kelly starb im Krankenhaus», «Angelo Kelly verabschiedete sich vom Leben», «Beileid an Angelo Kelly. Die Beerdigung findet in zwei Tagen statt» – auf Youtube gibt es zahlreiche Videos mit diesem Inhalt. Jedes Einzelne davon ist falsch: Das Ex-Kelly-Family-Mitglied Angelo Kelly lebt. Warum die Clips mit den Falschbehauptungen Mitte Dezember 2022 plötzlich auf Youtube auftauchten und warum die Fake News nun – gut einen Monat später – auch auf anderen Social-Media-Plattformen auftauchen, ist unklar.

Mehrere eindeutige Lebenszeichen

Zwar hat sich weder der Sänger selbst noch seine Familie oder das Management zu den Gerüchten geäussert, doch Angelo Kelly setzte in den letzten Wochen – und damit nach den ersten Meldungen zu seinem angeblichen Tod – regelmässig Lebenszeichen ab (siehe Bildstrecke):

  • Am 16. Dezember kündigte Kelly auf Instagram an, in der von Kim Fisher und Jörg Kachelmann moderierten MDR-Sendung «Riverboat» zu sehen zu sein.

  • Am 23. Dezember dankte er seinen Fans auf Facebook «für die ganzen, lieben Geburtstagsgrüsse und auch, danke dass wir heute mit ‹The Last Show› auf Platz fünf der Deutschen Album Charts eingestiegen sind.»

  • Am 25. Dezember postete er auf Instagram und Facebook Weihnachtsgrüsse und Fotos, die ihn im Kreis seiner Familie zeigen.

  • Am 1. Januar wünschte Kelly via Instagram «ein frohes Neues Jahr allen».

  • Am 8. Januar bewarb der Sänger auf seiner Facebook-Seite sein neues Album.

Zuletzt meldete er sich am 9. Januar 2023 in einer Instagram-Story zu Wort. Darin promotet er das neue Album des deutschen Musikers Claus Fischer, den man auch von den «Heavy Tones» kennt:

Falschbehauptung im besten Fall nur ein Missverständnis

Natürlich könnten die Fotos und Videos früher aufgezeichnet und jetzt erst hochgeladen worden sein. Doch auch das wäre noch kein Beweis für sein Ableben, zumal es aus seinem Umfeld keine entsprechenden Nachrichten gibt. Auch auf seiner Website ist nichts zu finden. 

Wieso es zu den Falschbehauptungen kam, ist offen. Vielleicht ging es den Urhebern darum, Unruhe und Verwirrung zu stiften. Vielleicht wurden auch die Meldungen zu einem tragischen Unglück während eines Weihnachtskonzerts der Kelly Family im deutschen Halle missverstanden. Auch könnte die Nachricht zum Tod eines Fans mit der Ankündigung, die «Angelo Kelly & Family»-Band löst sich auf, verquickt worden sein. So gab die Familienband Mitte Dezember ihr letztes Konzert. Um Phishing-Versuche geht es dabei nicht, wie Mimikama.at schreibt.

Fotos zweckentfremdet

Ein Hinweis darauf, dass es sich bei den «Todesmeldungen» um Fake News handelt, ist, dass in den Clips unterschiedliche «Todesursachen» genannt werden: Mal soll es ein Schlaganfall gewesen sein. In einem anderen Video, das von derselben Nutzerin hochgeladen wurde, ist von einer Art Lebensmittelvergiftung die Rede.

Einige Ersteller der Fake-News-Videos schrecken auch nicht davor zurück, Bilder anderer Personen zweckzuentfremden. So zeigte das in diesem Youtube-Video verwendete Foto einer hospitalisierten Person nicht Angelo Kelly. Die Aufnahme wurde bereits früher verwendet, wie die umgekehrte Bildersuche ergibt. Mit ihr wurden Artikel über den 2013 beim Skifahren verunfallten Ex-Rennfahrer Michael Schumacher bebildert (siehe Bildstrecke).

Tatsächlich zeigen die Bilder den Amerikaner Robin Warner, der am 7. Februar 2013 mit dem Auto von einer Brücke stürzte und 38 Fuss (rund elf Meter) tiefer in einem felsigen Bach landete. Der ehemalige Cheftestfahrer des Automagazins «Road & Track» nutzte die von einer Ann-Marie Kim geschossenen Bilder in einem Artikel für Caranddriver.com, in dem er anlässlich Schumachers Unfall von seinen eigenen Erfahrungen berichtete.

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