FCZ-Trainer André Breitenreiter - «Nein, der Wechsel in die Super League ist kein Rückschritt»
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FCZ-Trainer André Breitenreiter«Nein, der Wechsel in die Super League ist kein Rückschritt»

Der FC Zürich stellt am Mittwoch seinen neuen Cheftrainer vor. André Breitenreiter gibt im Interview Auskunft zu seinen Beweggründen zum Wechsel in die Schweiz.

von
Lucas Werder
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André Breitenreiter zeigt sich äusserst zufrieden bei seiner Präsentation. 

André Breitenreiter zeigt sich äusserst zufrieden bei seiner Präsentation.

Claudio Thoma/freshfocus
Der 47-Jährige hat das Vertrauen von FCZ-Präsident Ancillo Canepa bekommen. 

Der 47-Jährige hat das Vertrauen von FCZ-Präsident Ancillo Canepa bekommen.

Claudio Thoma/freshfocus
Breitenreiter hofft, dass er auch mit den Zürchern Erfolge feiern kann, wie er das bereits zuvor mit anderen Clubs erreichte. 

Breitenreiter hofft, dass er auch mit den Zürchern Erfolge feiern kann, wie er das bereits zuvor mit anderen Clubs erreichte.

Claudio Thoma/freshfocus

Darum gehts

  • Der FC Zürich stellte am Mittwoch seinen neuen Cheftrainer vor.

  • Es ist der 47-jährige Deutsche André Breitenreiter.

  • Der neue Coach gibt im Interview Auskunft zu einem neuen Job.

André Breitenreiter, als ehemaliger Bundesliga-Trainer wechseln Sie in die Super League. Ist das nicht ein Rückschritt?

Das finde ich überhaupt nicht. Der FC Zürich ist eine Top-Adresse in der Schweiz. Als letzte Woche die Kontaktaufnahme erfolgte, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Art und Weise, wie man versucht hat, mich zu gewinnen, hat mich sehr beeindruckt. Auch das Gespräch mit Ancillo und Heliane Canepa war super.

Sie waren längere Zeit ohne Trainer-Job. Warum?

Ich habe aus privaten Gründen bewusst eine zweijährige Auszeit genommen. Es gab natürlich immer wieder Angebote. Dass sich der FCZ so um mich bemüht hat, hat den Ausschlag gegeben, dass ich nun zugesagt habe.

Finanziell dürfte es aber sicher lukrativere Angebote gegeben?

Oft hat man den Eindruck, es drehe sich immer alles ums Geld. Ich handle aus Überzeugung, sonst wäre ich schon lange wieder Trainer gewesen. Geld ist nicht immer das Wichtigste. Ich bin überzeugt von der Aufgabe FC Zürich.

Wie gut kennen Sie den Schweizer Fussball?

Natürlich verfolge ich den Schweizer Fussball schon über viele Jahre. Ich hatte auch Kontakt mit meinem ehemaligen Spieler Pirmin Schwegler. International haben in der Vergangenheit immer wieder Schweizer Clubs auf sich aufmerksam gemacht.

Sie hatten in Ihren vergangenen Stationen immer rasch Erfolg. Wird Ihnen das auch beim FCZ gelingen?

Ich hoffe, das bleibt so. Bei Schalke hatte ich damals ähnliche Voraussetzungen wie jetzt beim FC Zürich. Auch dort gab es eine Nachwuchs-Akademie, wo sehr viel Wert darauf gelegt wurde, junge Spieler nach oben zu bringen. Wenn sich die einzelnen Spieler verbessern, verbessern wir uns auch als Team.

Was zeichnet Sie als Trainer aus?

Mir ist es bei meinen vergangenen Clubs immer geglückt, aus den vorhanden Möglichkeiten das Maximum herauszuholen. Das ist mir mit zwei Aufstiegen in die Bundesliga und der Qualifikation für die Europa League ganz gut gelungen. Unter mir haben viele junge Spieler den Durchbruch geschafft. Beispielsweise Leroy Sané ist nach der Saison unter mir zu Manchester City gewechselt. Oder Leon Goretzka, den ich zum Nationalspieler gemacht habe.

Werden Sie auch im FCZ-Kader einen neuen Star finden?

Da gibt es schon den einen oder anderen. Becir Omeragic ist ja gerade bei der Nationalmannschaft, vielleicht können wir ihn zu einem Top-Star machen. Wir haben auch den einen oder anderen guten Stürmer. Es gibt einige Spieler, die den nächsten Schritt gehen können.

«Diese Mannschaft befindet sich in einem Umbruch.»

André Breitenreiter

Welchen Eindruck haben Sie sonst bislang von der Mannschaft gewinnen können?

Diese Mannschaft befindet sich in einem Umbruch. Es gibt viele Stellen, die noch zu diskutieren sind. Das werden wir ab sofort in Angriff nehmen. Auch einzelne Personalien müssen noch besprochen werden.

Sie haben gesagt, Sie wollen mit dem FCZ den nächsten Schritt machen. Was heisst das konkret?

Heute wäre es sicher verfrüht, über Ziele in Form von Platzierungen zu sprechen. Eines meiner Ziele ist es sicher, möglich viele Nachwuchsspieler in den Profi-Kader zu integrieren und ihnen viel Spielzeit zu ermöglichen. Natürlich haben wir aber auch den Anspruch auf eine gute Platzierung.

Dieses Interview wurde im Rahmen einer Medienkonferenz aufgezeichnet.

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