Faktencheck: Nein, die Ukraine-Farben sind nicht neu Teil der Progress-Pride-Flagge 
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FaktencheckNein, die Ukraine-Farben sind nicht neu Teil der Progress-Pride-Flagge 

Auf Social Media kursiert ein Bild der sogenannten Progress-Pride-Flagge, das zusätzlich zu den bereits bekannten Farben auch die der Ukraine zeigt. Es handelt sich dabei um Satire.

von
Fee Anabelle Riebeling
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Vor allem auf Twitter wird seit Ende Mai 2022 das Bild einer vermeintlich aktualisierten Version der Progress-Pride-Flagge verbreitet. Diese sei angeblich um die Farben der Ukraine – blau und gelb – ergänzt worden.  Viele User*innen reagieren mit Unverständnis. 

Vor allem auf Twitter wird seit Ende Mai 2022 das Bild einer vermeintlich aktualisierten Version der Progress-Pride-Flagge verbreitet. Diese sei angeblich um die Farben der Ukraine – blau und gelb – ergänzt worden.  Viele User*innen reagieren mit Unverständnis. 

Screenshot Twitter
Das Problem: Diejenigen, die den Beitrag weiterverbreiteten, haben nicht erkannt, dass es sich bei dem Original-Post um Satire handelte und das Bild keine Neuauflage der Flagge ist. Eine um die Farben der Ukraine ergänzte Progress-Pride-Flagge existiert nicht.

Das Problem: Diejenigen, die den Beitrag weiterverbreiteten, haben nicht erkannt, dass es sich bei dem Original-Post um Satire handelte und das Bild keine Neuauflage der Flagge ist. Eine um die Farben der Ukraine ergänzte Progress-Pride-Flagge existiert nicht.

Screenshot Twitter
Das viral gegangene Bild wurde erstellt, «um die sich entwickelnde Liste der Gruppen, die zur LGBTQ+-Gemeinschaft gehören, zu verspotten oder zu persiflieren», schreibt Snopes.com. Laut den Faktenchecker*innen des Portals und von der Nachrichtenagentur Reuters stammt das entfremdete Bild von einer*m offensichtlich rassistischen und homophoben Twitter-User*in. Die Twitter-Handle lässt daran keinen Zweifel. Der Ursprungspost wurde am 22. Mai 2022 … 

Das viral gegangene Bild wurde erstellt, «um die sich entwickelnde Liste der Gruppen, die zur LGBTQ+-Gemeinschaft gehören, zu verspotten oder zu persiflieren», schreibt Snopes.com. Laut den Faktenchecker*innen des Portals und von der Nachrichtenagentur Reuters stammt das entfremdete Bild von einer*m offensichtlich rassistischen und homophoben Twitter-User*in. Die Twitter-Handle lässt daran keinen Zweifel. Der Ursprungspost wurde am 22. Mai 2022 … 

Screenshot Twitter

Darum gehts

Kurz vor dem Beginn des Pride-Monats verbreitete sich in den sozialen Medien ein Bild, das angeblich eine aktualisierte Version der Progress-Pride-Flagge (siehe Box) zeigt. Statt der elf Original-Farben zieren sie darauf dreizehn. Offiziell neu dabei sind – so suggerieren es die entsprechenden Retweets – die Farben der Ukraine: blau und gelb.

Das Problem: Diejenigen, die den Beitrag weiterverbreiteten und in den dazugehörigen Kommentaren Unverständnis äussern, haben nicht erkannt, dass es sich bei dem Original-Post um Satire handelte und das Bild keine Neuauflage der Flagge ist. Eine um die Farben der Ukraine ergänzte Progress-Pride-Flagge existiert nicht. Das viral gegangene Bild wurde erstellt, «um die sich entwickelnde Liste der Gruppen, die zur LGBTQ+-Gemeinschaft gehören, zu verspotten oder zu persiflieren», schreibt Snopes.com.

Progress-Pride-Flagge

Urheber*in identifiziert

Das älteste Faktencheck-Portal der USA und die Nachrichtenagentur Reuters kommen unabhängig zu dem Schluss, dass das verfremdete Bild von einer*m offensichtlich rassistischen und homophoben Twitter-User*in gepostet wurde: Die Twitter-Handle lässt daran keinen Zweifel.

Der Ursprungspost wurde demnach am 22. Mai 2022 als Antwort auf einen Tweet einer Anti-Rassismus-Gruppe mit dem Hashtag #diversityisourstrength abgesetzt (siehe Bildstrecke). Seither verbreitete sich das gefälschte Bild auch auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram. Aufgegriffen wurde es nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von der US-Politikerin und Trump-Anhängerin Marjorie Taylor Greene, die in der Vergangenheit bereits wegen der Verbreitung von Falschinformationen von Twitter und Facebook gesperrt worden war.

Die von den Snopes- und Reuters-Faktenchecker*innen identifizierte Person hat mittlerweile zugegeben, dass sie hinter dem Ursprungspost steckt.

LGBTIQ: Hast du Fragen oder Probleme?

Hier findest du Hilfe:

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Du-bist-du.ch, Beratung und Information

InterAction, Beratung und Information für intergeschlechtliche Menschen, Tel. 079 104 81 69

Lilli.ch, Information und Verzeichnis von Beratungsstellen

Milchjugend, Übersicht von Jugendgruppen

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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