Aktualisiert 06.07.2012 10:54

US-Behörde bestätigt

Nein, es gibt keine Meerjungfrauen

Ein Film hat offenbar hochoffizielle Zweifel geweckt: Die US-Bundesbehörde für Wetter und Ozeanographie stellt ein für alle Mal fest, dass keine Meermenschen existieren.

von
phi

Die «National Oceanic and Atmospheric Administration» (NOAA) mit Sitz in Washington ist eine im US-Handelsministerium beheimatete Behörde.

Das Amt für Meer und Wetter gibt sich im Internet modern: Der National Ocean Service liefert Informationen aus so verschiedenen Bereichen wie (Satelliten-) Navigation, Kartographie, Geologie, Gesundheit sowie Nass-Flora und Meer-Fauna. «Was wissen Sie über Korallenriffe?», wird da lockend gefragt.

Und dann taucht da ganz unvermittelt die Frage auf: «Sind Meerjungfrauen real? Hier die Fakten.» Hoppla! Einen Klick weiter wird jedem Fan von Disneys Fischweib «Arielle» klargemacht, dass er auf dem falschen Dampfer ist. «Es wurden noch nie Beweise für Wassermenschen gefunden.»

Der Casus cnactus

Ein Harpunenschuss ins Herz verträumter Wasserratten! Im folgenden Artikel wird mit jedweden Illusionen knapp, aber kräftig aufgeräumt: Schon der Grieche Homer habe in seiner «Odyssee» die Fabelwesen bemüht, argumentieren sie. Bei den Aborigines in Australien hätten die tödlich singenden Sirenen «Yawkyawks» geheissen – und überhaupt: Seit der Steinzeit hätten die Menschen an alle möglichen (Meeres-) Mythen geglaubt. Dann der Casus cnactus: «Aber sind Meerjungfrauen real?»

Das Amt reagiert damit laut BBC auf die Ausstrahlung einer TV-Show auf dem Kanal «Animal Planet» im vergangenen Mai: Obwohl «Mermaids: The Body Found» als fiktive Pseudo-Dokumentation im «Blair Witch Project»-Gewand daherkommt, hätten Zuschauer wegen der Unterwasserwesen nachgefragt. Die NOAA wird zum schlechten Ende ihrer öffentlichen Antwort dann auch noch mal deutlich: «Es wurden noch nie Beweise für Wassermenschen gefunden.»

«History Channel» statt «Animal Planet»

Leichtgläubigen lässt sie aber dennoch einen Rettungsanker hinab. «Warum haben sie sich dennoch ins kollektive Unterbewusstsein der seefahrenden Völker eingebrannt?», fragen die Offiziellen – nur um gleich nachzulegen: «Diese Frage überlässt man am besten Historikern, Philosophen und Anthropologen.»

Vielleicht muss der eine oder andere einfach von «Animal Planet» zum «History Channel» wechseln.

Endlich ist es raus. «Arielle» die Meerjungfrauen küsst niemanden. Quelle: YouTube/cornbugles

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