Todesdrohungen: Neonazi-Band zu hohen Bussen verurteilt
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TodesdrohungenNeonazi-Band zu hohen Bussen verurteilt

Die Neonaziband «Amok» hatte ein Lied veröffentlicht, in dessen Songtext ein Journalist mit dem Tod bedroht wird. Nun sind die Bandmitglieder zu hohen Bussen verknurrt worden.

von
whr

Die Neonaziband «Amok» hatte im Jahr 2007 ein Lied veröffentlicht, in dessen Songtext der Luzerner Journalist Hans Stutz mit dem Tod bedroht wird. Die genaue Formulierung des Lieds lautet: «Hans Stutz, hier kommt ein kleiner Gruss von den Feinden aus dem Untergrund, die man besser beachten muss. Hans Stutz, hast du es gecheckt, du musst dich nicht verwundern, wenn einst ein Messer in deinem Rücken steckt», droht die Band im Refrain.

Mehrere Songtexte der CD «Verbotene Wahrheit» verstossen zudem gegen die Antirassismus-Strafnorm. Das Amtsstatthalteramt Luzern hat deshalb die Bandmitglieder wegen Drohung, öffentlicher Aufforderung zu Gewalttätigkeit und Rassendiskriminierung mit unbedingten Geldstrafen von 120 bis 125 Tagessätzen bestraft, was je nach einkommensabhängiger Tagessatzhöhe zwischen 1200 und 10 800 Franken ausmacht.

Zwei Bandmitglieder wurden zudem der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen. Im Weiteren haben die vier Verurteilten die Verfahrenskosten zu bezahlen. Die Urteile sind rechtskräftig.

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