Aktualisiert 18.05.2005 15:35

Neonazi-Blatt «Deutsche Stimme» kommt aus Polen

Die rechtsradikale sächsische NPD lässt ihre Parteizeitung «Deutsche Stimme» in Polen drucken. NPD-Fraktionsgeschäftsführer Peter Marx bestätigte eine entsprechende Meldung der «Dresdner Neuesten Nachrichten».

Er erklärte, Druckereien in Deutschland weigerten sich, das Blatt zu drucken. Der sächsische Innenminister Thomas de Maiziere warf der NPD Doppelzüngigkeit vor. Im Wahlkampf habe die Partei den Slogan «Grenzen dicht für Lohndrücker» geprägt. Jetzt zeige sich, dass sie «offenbar selbst als Lohndrücker agiert», sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

Der Sprecher im Innenministerium, Andreas Schumann, erklärte, Polizeibeamte hätten vor rund zehn Tagen zwei polnische Lkw in der Nähe von Riesa überprüft. Die Fahrzeuge seien mit Ausgaben der «Deutschen Stimme» beladen gewesen. Bei der Kontrolle der Frachtpapiere hätten die Polizisten festgestellt, dass die Zeitung und ihre Beilagen in Polen gedruckt worden seien. (dapd)

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