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Kreis 1Neonazis attackieren Griechen in Zürcher Tram

Vier Personen aus Griechenland trafen an der Zürcher Bahnhofstrasse auf drei mutmassliche Neonazis. Nach wüsten Provokationen kam es zu einer Schlägerei.

von
wed
Am vergangenen Donnerstag kam es in einem Tram zwischen den Haltestellen Rennweg und Bahnhofstrasse zu einer Auseinandersetzung zwischen griechischen Studenten und angeblichen Neonazis.

Am vergangenen Donnerstag kam es in einem Tram zwischen den Haltestellen Rennweg und Bahnhofstrasse zu einer Auseinandersetzung zwischen griechischen Studenten und angeblichen Neonazis.

Eine vierköpfige Gruppe stieg am vergangenen Donnerstag gegen 23 Uhr bei der Haltestelle Rennweg in ein Tram ein. Dabei handelte es sich um zwei Männer und zwei Frauen aus Griechenland, die in Zürich studieren und arbeiten. Im Tram trafen sie auf drei junge Männer, die lauthals Nazilieder sangen. Als diese realisierten, dass es sich bei den Eingestiegenen um Griechen handelte, fingen sie an, diese mit Nazi-Parolen zu provozieren, die Adolf Hitler und die griechische Neonazi-Partei «Goldene Morgenröte» verherrlichten, wie die Vereinigung Griechischer Studenten in Zürich in einer Mitteilung schreibt.

Als sich die vier Griechen gegen diese Äusserungen aussprachen, haben die angeblichen Neonazis die beiden Männer der Gruppe angegriffen und sie geschlagen. Die beiden Frauen stiessen sie zur Seite. Bei der Tramhaltestelle Bahnhofstrasse ging der Streit dann weiter, bis die Polizei gerufen wurde und einige Passanten sich einmischten. Ein männliches Opfer musste mit einer Augenverletzung ins Spital gebracht werden. Einer der Angreifer wurde von der Stadtpolizei verhaftet.

Stadtpolizei bestätigt den Vorfall

Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei Zürich, bestätigt auf Anfrage die Schilderungen der Studentenvereinigung: «Ich kann den Tathergang im Wesentlichen so bestätigen, wie er in dieser Mitteilung geschildert wird.» Ein 24-jähriger Mann sei verhaftet worden. «Bei der Befragung wird sich auch zeigen, ob es sich bei diesem Streit wirklich um einen politischen Hintergrund handelte», so Cortesi.

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