Neonazis verderben das Geschäft
Aktualisiert

Neonazis verderben das Geschäft

Gewalt gegen Ausländer und die starke Präsenz der NPD verursachen in der Tourismusbranche des Bundeslandes Mecklenburg- Vorpommern einen Schaden von bis zu 200 Millionen Euro.

Sieben Prozent von 1000 Befragten gaben an, wegen rechter Gewalt, Übergriffen auf Ausländer und Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien ihr Urlaubsziel geändert zu haben, zitiert die Rostocker «Ostsee- Zeitung» (Mittwoch) aus der Studie des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der ostdeutschen Tourismusverbände.

Nach Schätzung des Tourismusverbands des Landes hätten rund 400 000 zusätzliche Gäste den Nordosten im vergangenen Sommer besucht, wenn er nicht so ein braunes Image hätte.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt mit seiner langen Ostseeküste über ein grosses touristisches Potenzial. Das ärmste deutsche Bundesland macht aber auch als Hochburg von Rechtsextremisten Schlagzeilen. Bei den Wahlen im September 2006 gelang der rechtsextremen NPD der Einzug in den Landtag.

(sda)

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