Pharrell - «In My Mind»: Nerd solo: Weniger Pharrell wäre mehr
Aktualisiert

Pharrell - «In My Mind»Nerd solo: Weniger Pharrell wäre mehr

Das Solo-Debüt von Neptunes-Mastermind Pharrell Williams beginnt gleich mit einem Höhepunkt: dem vor über einem halben Jahr veröffentlichten Track «Can I Have It Like That» mit Gwen Stefani.

Dieser Opener bereitet die Hörer adäquat auf das Album vor; «In My Mind» besticht durch Beats in Fünf-Sterne-Qualität und durch erstklassige Featurings. Hinzu kommen Pharrells spezieller Rapstil und seine einzigartige Falsettstimme.

Das Album klingt sexy, stylish, cool – und vor allem sehr nach 2006. Jeder Beat des Ober-Nerds ist ein kleines Meisterwerk, das die unverkennbare Handschrift Neptunes trägt.

Nur: Genau das haben alle von Pharrell Williams erwartet. Früher immer für eine Überraschung gut, gelingt es ihm jetzt nicht mehr, seine Hörer zu verblüffen. Natürlich zeigt Skateboard P., dass er nicht nur zu den grössten Stylern des Planeten, sondern auch in die Champions League der Produzenten gehört.

Aber über eine Albumlänge vermag sein doch eher eintöniger Rap-Stil nicht zu überzeugen. Die bessere Lösung wäre ein klassisches Produzenten-Album mit weniger Pharrell-Raps gewesen. Denn so sind die Feature-Tracks die wahren Highlights.

Niklaus Riegg

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