St. Gallen: Nervende Sirene terrorisiert Quartier
Aktualisiert

St. GallenNervende Sirene terrorisiert Quartier

An der Sammelstelle Ahorn heult eine Sirene auf, wenn zu Ruhezeiten Glas entsorgt wird. Für den Lärm-Terror soll ein Anwohner verantwortlich sein.

von
tob/mko/juf/mvl
Wer bei dieser Sammelstelle zur falschen Zeit Glas entsorgt, löst eine nervende Sirene aus. (Bild: juf)

Wer bei dieser Sammelstelle zur falschen Zeit Glas entsorgt, löst eine nervende Sirene aus. (Bild: juf)

«Ich halte den Sirenenlärm nicht mehr aus. Wenn es so weitergeht, dann ziehe ich um», sagt Anwohner Anton Ganahl genervt. Denn: Immer wenn jemand aus­serhalb der vorgegebenen Einwurfzeiten bei der Sammelstelle Ahorn Müll entsorgt, ermahnt laut Tele Ostschweiz eine weibliche Stimme ab Band, dass die Sammelstelle geschlossen ist. Danach heult die Sirene auf. «Das dauert jeweils mehrere Minuten und ist im Umkreis von einem Kilometer zu hören», sagt Ganahl.

«Ich bin schon mehrmals mitten in der Nacht wegen des Lärms aufgeschreckt», sagt Anwohnerin Gabriele Huber. Bei der Polizei ist wegen der ­Sirene schon eine Lärmklage eingegangen. Wer hinter dem mys­teriösen Heulen steckt, ist noch unklar. Die Stadt St. Gallen hat aber nichts damit zu tun. «Wir haben keine Sirene installiert. Sie muss von einer Privat­person stammen», so ­Armin Huser vom St. Galler Entsorgungsamt.

Die Anwohner vermuten hinter dem Lärm einen ver­ärgerten Bewohner in der Nachbarschaft. Darum hat sich auch die Stadtpolizei eingeschaltet: Eine solche Instal­lation verstösst gegen das Immissionsschutzreglement und darf ohne Bewilligung nicht montiert werden, sagt Stadt­polizei-Sprecher Benjamin Lütolf.

(tob/mko/juf/mvl/20 Minuten)

Deine Meinung