Aktualisiert 07.10.2006 11:34

Nervenkrieg an der koreanischen Grenze

Südkoreanische Soldaten haben fünf nordkoreanische Soldaten mit Warnschüssen aus der südlichen Hälfte der militärischen Pufferzone zwischen beiden Ländern vertrieben. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit dem befürchteten Atombomben-Test.

Die fünf Soldaten hätten für kurze Zeit trotz Lautsprecher- Warnungen die militärische Demarkationslinie entlang eines Wasserlaufs in der entmilitarisierten Zone (DMZ) übertreten, teilte der Generalstab in Seoul mit.

Mindestens einer der nordkoreanischen Soldaten sei bewaffnet gewesen. Sie hätten sich erst nach einer Reihe von Warnschüssen zurückgezogen.

Das Motiv für das Eindringen in die südliche Hälfte der DMZ werde untersucht, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärvertreter. Ein ähnlicher Vorfall habe sich zuletzt im Mai ereignet.

Es sei jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass die Aktion der nordkoreanischen Soldaten im Zusammenhang mit der Ankündigung Nordkoreas vom Dienstag steht, einen Atomtest durchzuführen. Pjöngjang könne die Absicht verfolgen, die Spannungen an der Grenze zu verschärfen.

Die Waffenstillstandslinie von 1953 trennt die beiden Staaten seit dem Ende dreijährigen Korea-Krieges. Mehr als ein halbes Jahrhundert später haben Süd- und Nordkorea noch immer keinen Frieden geschlossen. (sda)

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