Nestlé neu Mehrheitsaktionärin von L'Oréal
Aktualisiert

Nestlé neu Mehrheitsaktionärin von L'Oréal

Die französiche Börsenaufsicht legt der Fusion zwischen der Holding Gesparal und dem Kosmetikkonzern L'Oréal keinen Stein in den Weg.

Die französiche Börsenaufsicht legt der Fusion zwischen der Holding Gesparal und dem Kosmetikkonzern L'Oréal keinen Stein in den Weg. Ein öffentliches Übernahmeangebot entfällt dank einer Ausnahmeregelung.

Frankreichs Börsenaufsicht hat Nestlé und der französischen Familie Bettencourt erlaubt, die Mehrheit von L'Oréal zu halten ohne ein Übernahmeangebot an die restlichen Aktionäre machen zu müssen, wie die Aufsicht am Mittwoch mitteilte.

Nestlé und die Industriellenfamilie Bettencourt halten über die Gesparal 71 Prozent der Stimmen von L'Oréal. Durch die Fusion wird Nestlé Direktaktionärin von L'Oréal. Die beiden Hauptaktionäre wären normalerweise verpflichtet, für den gesamten Kosmetikkonzern zu bieten.

Da das neue Abkommen, das die Anteile zwischen Nestlé und der Familie Bettencourt neu regelt, ohnehin von der Generalversammlung von L'Oréal genehmigt werden müsse, könne ein Übernahmeangebot entfallen, so die Behörde am Mittwoch.

Nestlé und Bettencourt hatten um eine Ausnahmegenehmigung ersucht. Das neue Abkommen sieht nämlich vor, dass die Beteiligung der beiden Hauptaktionäre auf drei Jahre festgeschrieben bleibt. Bettencourt hält demnach 27,48 (Stimmrechte: 28,58) Prozent des Kapitals an L'Oréal und Nestlé 26,38 (27,46) Prozent.

Die Generalversammlung von L'Oréal ist für den 29. April geplant. L'Oréal ist für Nestlé eine wichtige strategische Beteiligung.

(sda)

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