Nestlé: Preise fürs Wachstum erhöhen
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Nestlé: Preise fürs Wachstum erhöhen

Nestlé konnte für das erste Quartal so gut wie kein Wachstum ausweisen: Der schwache Dollar und die fehlende Konsumlust drücken die Bilanz.

In den ersten drei Monaten stieg der Umsatz des grössten Nahrungsmittelkonzerns der Welt im Vergleich zum Vorjahr um ganze 0,3 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar. Den schlechten Start ins 2005 begründet Nestlé mit einer verhaltenen Konsumlust in Westeuropa und steigenden Rohstoffpreisen, insbesondere dem Milchpreis. Der frischgebackene Verwaltungsratspräsident und Konzernchef Peter Brabeck kündigte gestern an, dass er die Lebensmittelpreise weiter anheben will, falls die Rohstoffe noch teurer werden. Nestlé erwartet dies vor allem bei Kakao und Kaffee.

Die Bereiche Säuglings- und Kleinkinderernährung sowie Speiseeis verzeichneten in den USA aber starke Zuwächse. In der Zone Nord- und Südamerika schlug sich das in einer Volumensteigerung von 7,3 Prozent auf 6,355 Milliarden Dollar nieder. In Europa hingegen reichte es nur für ein Wachstum von 0,7 Prozent – das ist laut Nestlé allein auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Für das gesamte Jahr bestätigte Nestlé das Wachstumsziel von 5 bis 6%.

(dapd)

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