Aktualisiert 30.06.2009 08:41

Toll House Chocolate-CookieNestlé verkaufte Kolibakterien-Teig

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé sieht sich mit einer Verunreinigung eines Cookie-Teigs in den USA konfrontiert. Die US-Arzneimittelbehörde FDA wies Kolibakterien in dem Teig nach.

Nestlé hatte die Produkte bereits Mitte Juni vom Markt genommen. Die FDA habe den E-Coli-Stamm O157:H7 im «Toll House Refrigerated Cookie Dough» nachgewiesen, teilte Nestlé am Montagabend mit. Der Konzern war vor zehn Tagen von den Behörden über einen möglichen Zusammenhang zwischen Erkrankungen mit Kolibakterien und dem Verzehr von rohem «Toll House Cookie»-Teig informiert worden.

Der Rückruf betraf sowohl die gekühlten als auch die gefrorenen Produkte. Das nun mit den Bakterien kontaminierte Produkt wurde in der Produktionsstätte von Nestlé in Danville (Virginia) hergestellt, wie die FDA in einer eigenen Mitteilung schreibt.

Zusammenhang noch nicht erwiesen

Laut FDA hat die Gesundheitsbehörde CDC bis am 25. Juni von über 69 Personen in 29 verschiedenen US-Bundesstaaten berichtet, welche mit den besagten E-Coli-Bakterien infiziert worden sind.

Ob die Erkrankungen tatsächlich mit den im Nestlé-Produkt gefundenen Bakterien in Zusammenhang stehen, ist aber noch nicht klar. Dazu seien weitere Labor-Untersuchungen notwendig, teilte das FDA weiter mit.

Nestlé bekräftigte in der Mitteilung, dass mit den Behörden eng und umfassend zusammengearbeitet werde. Gegenüber den von einer E-Coli-Infektion betroffenen Personen drückt Nestlé sein Bedauern aus.

Die von der FDA untersuchten E-Coli-Erkrankungen seien in 75 Prozent der Fälle mit rohem Guetzli-Teig in Verbindung gebracht worden, erklärte Nestlé vor 10 Tagen. Damals waren erst rund 60 Fälle bekannt. Nestlé verwies darauf, dass die Produkte einwandfrei beschriftet seien mit dem Hinweis, dass sie vor dem Verzehr gebacken werden müssten.

(sda)

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