Vor Regierungsvereidigung: Netanjahu führt letzte Gespräche
Aktualisiert

Vor RegierungsvereidigungNetanjahu führt letzte Gespräche

Der designierte israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Dienstag vor der Vereidigung seiner Regierung noch letzte Gespräche mit künftigen Kabinettsmitgliedern geführt.

Netanjahu wollte am Nachmittag im Parlament seine neue Regierung vorstellen, die nach Medienberichten mit voraussichtlich 30 Ministern und acht stellvertretenden Ministern die grösste und teuerste in der Geschichte des Landes ist. Die Vereidigung wurde erst am späten Abend erwartet.

Netanjahu führte in letzter Minute noch Gespräche mit Abgeordneten seiner eigenen Likud-Partei und informierte sie über die Verteilung der Ministerposten. Einige von ihnen sind enttäuscht, weil Netanjahu die beiden wichtigsten Ressorts, das Aussen- und das Verteidigungsministerium, an die zwei grössten Koalitionspartner vergeben hat.

Ultrarechte Koalitionspartner

Grösster Koalitionspartner ist die ultrarechte Israel Beitenu (Unser Haus Israel), dessen Vorsitzender Avigdor Lieberman Aussenminister wird. Zweitgrösster Bündnispartner ist die sozialdemokratische Arbeitspartei. Der Parteivorsitzende Ehud Barak bleibt Verteidigungsminister.

Zum Vize-Ministerpräsidenten und Minister für strategische Angelegenheiten hat Netanjahu seinen Parteikollegen, den ehemaligen Generalstabschef Mosche Jaalon, berufen.

Netanjahu hatte das Amt des Ministerpräsidenten bereits von 1996 bis 1999 inne. Die Regierungskoalition aus vier rechten, streng-religiösen und siedlerfreundlichen sowie der sozialdemokratischen Arbeitspartei hat eine Mehrheit von 69 der 120 Sitze in der Knesset. (sda)

Deine Meinung