Israel: Netanjahu will grösste Partei ins Boot holen
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IsraelNetanjahu will grösste Partei ins Boot holen

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die frühere Aussenministerin und jetzige Oppositionsführerin Zipi Livni aufgefordert, seiner Regierung beizutreten. Diese zeigte sich dafür offen, sie könne aber nicht alleine entscheiden.

Angesichts «der nationalen und internationalen Herausforderungen, denen Israel zur Zeit gegenübersteht», habe Netanjahu Livni aufgerufen, sich an einer Regierung der nationalen Einheit zu beteiligen, teilte das Büro des Ministerpräsidenten am Donnerstag mit.

Livni, die in ihrer eigenen Partei wegen ihres Führungsstils unter Druck geraten ist, zeigte sich offen für Gespräche, sollte es sich um ein seriöses Angebot handeln. Sie könne diese Frage aber nicht alleine entscheiden, betonte sie. Ihre in der rechten Mitte angesiedelte Kadima-Partei stellt die grösste Fraktion im israelischen Parlament. In den vergangenen Tagen hatte es Berichte darüber gegeben, dass Netanjahu einige der Kadima- Abgeordneten zum Überlaufen bewegen wollte.

Nach seinem Sieg bei der Parlamentswahl am 10. Februar hatte Netanjahu mit Livni über die Bildung einer gemeinsamen Koalition verhandelt. Ein Bündnis der Kadima-Partei mit dem ultrarechten Block um die Likud-Partei des Regierungschefs war jedoch an unterschiedlichen Ansichten zum Friedensprozess im Nahen Osten gescheitert. Livni will die Gründung eines Palästinenserstaats als Ziel im Regierungsprogramm festschreiben, Netanjahu lehnt dies ab. (sda)

Israeli im Westjordanland erschossen

Bewaffnete haben am Donnerstag auf einer Strasse im Westjordanland einen Israeli erschossen. Die Polizei macht laut eigenen Angaben militante Palästinenser für die Tat verantwortlich. Nach den Todesschützen werde gesucht, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Bei dem Getöteten handelt es sich einem Bericht des israelischen Rundfunks zufolge um einen Bewohner einer in der Nähe des Tatorts liegenden jüdischen Siedlung. (AP)

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