Aktualisiert 22.07.2019 05:40

Aktie eingebrochen

Netflix-Abozahlen sorgen für schlechte Stimmung

Das Nutzerwachstum des Streaming-Dienstes hat die Anleger enttäuscht. Die Aktien von Netflix brachen um über 10 Prozent ein.

von
chk
1 / 9
Das Schauen von Filmen und Serien auf Netflix wird teurer.

Das Schauen von Filmen und Serien auf Netflix wird teurer.

Keystone/Alexander Heinl
Das Standardabo mit HD-Qualität und gleichzeitiger Wiedergabe auf zwei Geräten verteuert Netflix um 1 Franken auf neu 16.90 Franken. Im Bild: Szene aus dem Film «Triple Frontier» mit Ben Affleck.

Das Standardabo mit HD-Qualität und gleichzeitiger Wiedergabe auf zwei Geräten verteuert Netflix um 1 Franken auf neu 16.90 Franken. Im Bild: Szene aus dem Film «Triple Frontier» mit Ben Affleck.

Netflix
2 Franken mehr kostet das Premium-Abo mit HD- und 4K-Auflösung und gleichzeitiger Wiedergabe auf vier Geräten: Neu müssen Nutzer dafür 21.90 Franken zahlen.

2 Franken mehr kostet das Premium-Abo mit HD- und 4K-Auflösung und gleichzeitiger Wiedergabe auf vier Geräten: Neu müssen Nutzer dafür 21.90 Franken zahlen.

AP/Patrick Semansky

Der Streaming-Dienst Netflix hat im zweiten Quartal überraschend wenig Neukunden gewonnen. Diese Entwicklung enttäuschte die Anleger.

Weltweit kamen in den drei Monaten bis Ende Juni lediglich 2,7 Millionen neue Bezahlabos hinzu, wie der Online-Videodienst am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit blieb Netflix weit unter seiner eigenen Prognose von fünf Millionen neuen Nutzern. Insgesamt brachte es der Streaming-Riese zum Quartalsende auf knapp 152 Millionen bezahlte Mitgliedschaften.

Netflix begründete die schwachen Abozahlen mit den Preiserhöhungen in einigen seiner wichtigsten Märkte.

Am Markt sorgten die Zahlen für schlechte Stimmung – die Aktien brachen nachbörslich um mehr als zehn Prozent ein. Netflix hatte in den USA und anderen Ländern die Preise erhöht und die Erwartungen bereits gedämpft. Mit einem so geringen Nutzerzuwachs war aber nicht gerechnet worden. Es tröstete die Börsianer auch nicht, dass der Umsatz im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar gestiegen war und der Konzerngewinn mit 270,7 Millionen Dollar zwar unter dem Wert von 384,3 Millionen im Vorjahreszeitraum, aber über den Vorhersagen der Finanzanalysten lag. (chk/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.