«Netzwerk Linke KMU»: Gutes und Schlechtes unglücklich verknüpft
Aktualisiert

«Netzwerk Linke KMU»: Gutes und Schlechtes unglücklich verknüpft

Die Unternehmenssteuerreform II, über die das Volk am 24. Februar befindet, verknüpft nach Ansicht des «Netzwerk Linke KMU» auf unglückliche Weise gute und schlechte Elemente.

Das Netzwerk empfiehlt die Vorlage deshalb zur Ablehnung.

Positiv sei etwa, dass die Unternehmenssteuerreform II steuerliche Probleme bei Nachfolgeregelungen beseitige, teilte das Netzwerk am Montag mit. Negativ sei dagegen, dass Dividendeneinkommen von Beteiligungen ab 10 % bevorzugt würden.

Auch kumuliere sich die Steuerbefreiung von 40 % bei der Bundessteuer mit der zum Teil tiefen Teilbesteuerung in vielen Kantonen. Dadurch würden falsche Anreize für die Wahl der Rechtsform und die Ausschüttung von Dividenden statt Unternehmerlohn gesetzt.

Die Milderung der wirtschaftlichen Doppelbelastung führe zu einer flächendeckenden Unterbesteuerung des Dividendenbezugs. Für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz sei die Teilbesteuerung aber völlig nebensächlich.

Werde die Vorlage abgelehnt, könnten die positiven Teile umgehend wieder aufgenommen werden, schreibt das Netzwerk weiter. KMU und Selbständigerwerbende dürften sich nicht für eine verfehlte Steuerpolitik instrumentalisieren lassen.

Der Leitungsgruppe des Netzwerks gehören linke KMU-Unternehmer und Politiker wie Ständerätin Anita Fetz (SP/BS), Ständerat Claude Janiak (SP/BL) oder Nationalrat Eric Nussbaumer (SP/BL) an.

(sda)

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