Aktualisiert 08.02.2018 09:59

Rüüdig zahlenNeu gibts an der Fasnacht Holdrio und Co auf Kredit

Mühsam das Kleingeld fürs Bier unter dem Fasnachtsgwändli hervorkramen? Das ist vorbei: Erstmals in der Geschichte der Fasnacht kann man mit Kreditkarten zahlen.

von
Martin Messmer
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An den Fasnachtsständen des LFK unter der Egg und bei der Buobenmatt kann man ab sofort bargeldlos bezahlen.

An den Fasnachtsständen des LFK unter der Egg und bei der Buobenmatt kann man ab sofort bargeldlos bezahlen.

Archivbild LFK 2017 / Heinz Steimann
Das dürfte viele Fasnächtler freuen. Letztes Jahr beklagten sich jedenfalls laut LFK viele Personen, dass man bisher nur bar bezahlten konnte.

Das dürfte viele Fasnächtler freuen. Letztes Jahr beklagten sich jedenfalls laut LFK viele Personen, dass man bisher nur bar bezahlten konnte.

Archivbild LFK 2017 / Heinz Steimann
Der Andrang unter der Egg an den LFK-Ständen ist jeweils riesig.

Der Andrang unter der Egg an den LFK-Ständen ist jeweils riesig.

Archivbild LFK 2017 / Heinz Steimann

Dieser neue Service dürfte viele Fasnächtler freuen: An den Gastro-Ständen des Luzerner Fasnachtskomitees unter der Egg und in der Buobenmatt kann man neu mit EC- und Kreditkarten bezahlen. Akzeptiert werden alle gängigen Kreditkarten, ausser der Postkarte.

Mit der neuen Bezahlmöglichkeit reagiert das LFK auf einen Trend an der vergangenen Fasnacht: «Im letzten Jahr hatten wir einen Umsatzrückgang. Aus Rückmeldungen wissen wir, dass viele Fasnächtler bemängelten, dass sie nur bar bezahlen konnten», sagt LFK-Määrtchef Roland Fischer. Zudem könne der bargeldlose Zahlungsverkehr auch helfen, das Problem mit dem Falschgeld an der Fasnacht einzudämmen.

«Können Umsatz steigern»

Erstmal konnte man bereits am Fasnachtsmäärt am Samstag mit Kreditkarten bezahlen. «Das wurde bereits oft genutzt», sagt Fischer. Er rechnet allerdings damit, dass es «zwei, drei Jahre dauern wird, bis sich das durchsetzt – noch bezahlt eine Mehrheit bar. Aber ich denke schon, dass wir den Umsatz steigern können dank der Massnahme.» Pro Tag macht das LFK an seinen Ständen einen Umsatz von rund 80'000 bis 100'000 Franken. Aus dem Gewinn werden auch wohltätige Zwecke unterstützt, letztes Jahr erhielt die Weihnachtsaktion der LZ laut Fischer 10'000 Franken.

Die Geräte, die es für den bargeldlosen Zahlungsverkehr braucht, konnte das LFK für 1000 Franken mieten. Dazu kommt laut Fischer die Fronarbeit eines Spezialisten aus den Reihen des LFK, der die Geräte programmiert hat. Ursprünglich war auch vorgesehen, dass man neben den gängigen Kreditkarten auch gleich mit Apple pay oder Twint bezahlen kann, «nächstes Jahr sollte das funktionieren», sagt Fischer. Kryptowährungen wie Bitcoin seien «vorläufig» noch kein Thema.

Über 100 Franken wird kontrolliert

An der kommenden Fasnacht wird indes nicht jede Person beim LFK auf Kredit konsumieren können: Um zu verhindern, dass offensichtlich stark betrunkene und möglicherweise nicht mehr zurechnungsfähige Fasnächtler auf Kredit bezahlen und das am nächsten Morgen bereuen könnten, hat das LFK mehrere Sicherungen eingebaut: So kann man nicht mehr als 500 Franken abbuchen. «Und es gilt die Regel: Wird für mehr als 100 Franken konsumiert, nimmt der Standchef kurz Kontakt mit dem Kunden auf.» Der Chef prüfe dann, ob der betreffende Fasnächtler zurechnungsfähig genug ist, um eine höhere Summe mit Kreditkarte bezahlen zu dürfen.

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