Für Krankenkassenprämien - Neu sollst du fast doppelt so viel von den Steuern abziehen können
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Für KrankenkassenprämienNeu sollst du fast doppelt so viel von den Steuern abziehen können

Der Bund hat ein Gesetz in die Vernehmlassung geschickt, das höhere Abzüge für Kranken- und Unfallversicherungen vorsieht. Auch die Kantone sollen mitziehen.

von
Patrick McEvily
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Bei der Steuerrechnung soll künftig etwas mehr Abhilfe kommen.

Bei der Steuerrechnung soll künftig etwas mehr Abhilfe kommen.

20min/Michael Scherrer
Der Bundesrat will künftig doppelt so hohe Abzüge für Krankenkassen –und Unfallversicherungsprämien zulassen.

Der Bundesrat will künftig doppelt so hohe Abzüge für Krankenkassen –und Unfallversicherungsprämien zulassen.

20min/Michael Scherrer
Privatpersonen könnten so neu bis zu 3000 Franken pro Jahr für ihre Krankenkassenprämien abziehen.

Privatpersonen könnten so neu bis zu 3000 Franken pro Jahr für ihre Krankenkassenprämien abziehen.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Gemäss eines bundesrätlichen Beschlusses soll man neu mehr von den bezahlten Krankenkassen- und Unfallversicherungsprämien von den Steuern abziehen können.

  • Die Maximalbeträge würden verdoppelt – für Privatpersonen etwa auf 3000 Franken.

  • Der Bund will, dass auch die Kantone mitziehen. Diese können sich noch bis im Oktober zum Gesetz äussern.

Der Bund will sich bei den Abzügen für die Krankenkassen- und Unfallversicherungen künftig grosszügiger geben und ruft die Kantone dazu auf, es ihm gleichzutun. Der Maximalbetrag, den man für Prämienzahlungen an die Krankenkasse oder Unfallversicherung von der direkten Bundessteuer abziehen kann, soll erhöht werden. Statt wie bisher 1700 könnten Einzelpersonen künftig 3000 Franken angeben. Bei Ehepaaren lautete der Betrag neu 6000 (statt 3500) Franken. Auch die maximal zugelassenen Abzüge für Kinder würden steigen. Die Frist, innerhalb derer Kantone, Gemeinden und Dachverbänden sich nun zum Vorschlag des Bundesrates einbringen können, läuft bis zum 8. Oktober 2021.

Bund rechnet mit Mindereinnahmen von 290 Millionen Franken

Gleich mehrere Abzugs-Kategorien würden gleichzeitig aber auch aus der Steuer-Ordnung entfernt. Personen mit einer Lebens- oder Krankenpflegeversicherung könnten ihre Prämien-Beiträge nicht mehr abziehen. Gleiches gilt für Zinsen auf Sparkapitalien. Bisher konnten zudem erwerbslose Personen einen höheren Abzug für die Krankenkassenprämien geltend machen. Dies wäre neu nicht mehr der Fall . Der Bund rechtfertigt die Massnahme damit, dass Betroffene mit dem neu geltenden erhöhten Maximalabzug ohnehin Steuern sparen würden.

Durch die Massnahmen kämen künftig rund 290 Millionen Franken weniger in die Bundeskasse. Expertinnen und Experten rechnen damit, dass die Krankenkassenprämien – unter anderem wegen Corona – in den kommenden Jahren wieder stärker steigen werden.

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