Plan Lumière: Neuartige Lampen für Utoquai
Aktualisiert

Plan LumièreNeuartige Lampen für Utoquai

An mehreren Masten beim Utoquai in Zürich
sind seit kurzem auffällige Leuchtkörper installiert. Sie sollen ab dem Sommer Gebäude beleuchten.

von
Marco Lüssi
Gebäude am Utoquai werden ab Sommer beleuchtet – mit Lampen, die seit kurzem installiert sind. (lüs)

Gebäude am Utoquai werden ab Sommer beleuchtet – mit Lampen, die seit kurzem installiert sind. (lüs)

Autofahrer, die über das Utoquai fahren, wundern sich über Anlagen, die vor kurzem an mehreren Strassenmasten installiert worden sind. Dabei handelt sich aber nicht etwa um fiese neue Blitzgeräte der Polizei, wie manch einer argwöhnt. Urs Spinner, Sprecher des städtischen Hochbaudepartements, lüftet das Rätsel: «Dies sind Lampen, die ab diesem Sommer am Utoquai Häuser beleuchten sollen.»

Damit werde ein Teilprojekt des Plan Lumière realisiert. Beleuchtet werden sollen insgesamt acht Gebäude am Utoquai, darunter beispielsweise die Nobelhotels Eden au Lac und Steigenberger Bellerive au Lac sowie das japanische Generalkonsulat. Bedingung für die Beleuchtung war, dass sie nicht blendet – dass also kein Licht in die Fenster von Hotels oder Wohnhäusern dringt und den Bewohnern den Schlaf raubt. Das verhindert die Technik, die bei den Lampen angewandt wird: Sie sind mit einer Maske versehen, die genau an das Gebäude angepasst ist, das sie beleuchten. «Dadurch lässt sich vermeiden, dass das Licht in den Himmel abstrahlt und es zu Lichtverschmutzung kommt», so Urs Spinner. Zudem sei diese Technik sehr ökologisch: «Die gesamte Beleuchtung am Utoquai verbraucht nicht mehr Strom als sechs Staubsauger.» Die Kosten für Tests und die Installation betragen 500 000 Franken. Davon trägt die eine Hälfte die Stadt, die andere die Grundeigentümer.

8 Mio Franken für Plan Lumière

Für die Umsetzung ­eines Plan Lumière in der Stadt Zürich hat der Gemeinderat im Mai 2004 einen Kredit von acht Millionen Franken bewilligt. Ziel ist die Aufwertung der öffent­lichen Plätze und Anlagen in der Stadt. Dabei setzt die Stadt ­Zürich – wie beim Utoquai – auch auf die Zusammenarbeit mit privaten Grundeigentümern. Schon während der Euro 08 wurden die Bauten am Utoquai, das damals zur Fanmeile gehörte, provisorisch beleuchtet.

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