Ergebnis angefochten: Neuauszählung der Stimmen in Bagdad

Aktualisiert

Ergebnis angefochtenNeuauszählung der Stimmen in Bagdad

In der Provinz Bagdad hat die Neuauszählung der Stimmen für die irakische Parlamentswahl vom 7. März begonnen. Wegen Betrugsvorwürfen muss noch einmal gezählt werden.

Der frühere irakische Ministerpräsident Ajad Allawi.

Der frühere irakische Ministerpräsident Ajad Allawi.

Die Neuauszählung war vom amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki gefordert worden, dessen Bündnis die Wahl knapp verloren hat. Nach offiziellen Angaben kann die Neuauszählung zwei bis drei Wochen dauern.

In ersten Ergebnissen nach der Wahl war der Block des früheren Ministerpräsidenten Ajad Allawi stärkste Partei. Das schiitische Bündnis Al-Malikis verlor im Grossraum Bagdad knapp – Allawis Block liegt hier mit zwei Mandaten vorn. Al-Malikis Koalition focht das Ergebnis wegen Betrugs in Bagdad und anderen Provinzen an. In der Hauptstadtregion setzte es sich mit dem Antrag auf Neuauszählung durch, in vier anderen Provinzen wurden die Einsprüche abgewiesen. In der Provinz Bagdad werden etwa ein Fünftel der 325 Parlamentssitze vergeben. (dapd)

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