Neue A1-Raststätte – ein sinnloses Luxus-Projekt?
Aktualisiert

Neue A1-Raststätte – ein sinnloses Luxus-Projekt?

Auf der A1 bei Wileroltigen will der Kanton Bern eine weitere Raststätte bauen.

Das Projekt sei völlig übertrieben, wehrt sich nun ein FDP-Politiker in einem Vorstoss. «Wenn der Kanton kein Geld hat, kann er sich solche Luxusprojekte bestimmt nicht leisten», sagt FDP-Grossrat Hans-Jörg Pfister. Gemeint ist eine neue Autobahnraststätte, die der Kanton Bern bei Wileroltigen realisieren will. Ausgeschrieben wurde das Projekt im vergangenen Sommer. «Ich sehe nicht ein, wieso der Kanton eine derartige Dichte von Rastplätzen anstrebt», so Pfister. In einem politischen Vorstoss fordert der FDPler jetzt Klarheit. «Schliesslich ist das Grauholz bloss 23 Kilometer von Wileroltigen entfernt – das ist doch übertrieben», findet Pfister. Das kantonale Tiefbauamt wollte zum Projekt keine Stellung nehmen, solange der Vorstoss nicht beantwortet ist.

Fest steht: Die Richtlinien des Bundes sehen als Idealdistanz alle 40 Kilometer eine Autobahnraststätte vor. «Dies entspricht aber eher einer Empfehlung», sagt Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen. «Die konkrete Umsetzung überlassen wir dem Markt.» Und dessen Nachfrage nach A1-Raststätten ist offenbar erfüllt: «Unsere Umsätze sind rückläufig», sagt Grauholz-Chef Ruedi Günter. «Da fragt man sich schon, ob es noch eine Raststätte braucht.»

Raffaela Moresi

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