Red Bull: Neue Aromen haben einen Beigeschmack
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Red BullNeue Aromen haben einen Beigeschmack

Ab sofort gibts Red Bull in neuen Aromen. Experten warnen: Junge würden den Energy Drink so öfter mit Alkohol mixen.

von
hal
«Ganz neue Mix-Möglichkeiten mit Alkohol»: Die neuen Red-Bull-Dosen.

«Ganz neue Mix-Möglichkeiten mit Alkohol»: Die neuen Red-Bull-Dosen.

Red Bull verabschiedet sich vom Gummibärli-Image: Neu gibts den Energy Drink in der Schweiz auch mit Cranberry-, Heidelbeere- und Limetten-Geschmack. «Mit den Special Editions geben wir den Konsumenten die Möglichkeit, aus verschiedenen Geschmacksrichtungen zu wählen», heisst es bei Red Bull Schweiz. Sie sollen den Konzern auch weiter wachsen lassen: Weltweit wurden 2011 bereits 4,6 Milliarden Dosen und Flaschen verkauft, 117 Millionen davon in der Schweiz.

Für Ernährungsberater haben die neuen Red Bulls allerdings einen üblen Beigeschmack: «Ich nehme an, dass jetzt noch mehr Kinder und Jugendliche Energy Drinks konsumieren werden. Diese Entwicklung macht mir Sorgen», sagt Steffi Schlüchter von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE. Kinder sollten laut ihr gar kein Red Bull trinken – neben dem hohen Zuckergehalt warnt sie vor dem Koffeingehalt: «Kinder reagieren stärker darauf, es macht sie zappelig und nervös.» In die gleiche Kerbe schlägt Josianne Walpen, Leiterin Ernährung bei der Stiftung für Konsumentenschutz: «Die Gefahr ist, dass Red Bull als normaler Softdrink wahrgenommen wird.» Zudem böten die neuen Aromen «ganz neue Mix-Möglichkeiten mit Alkohol». Laut Matthias Zeller vom Blauen Kreuz verleihen die neuen Red Bulls deshalb weniger Flügel, als dass sie einen Absturz provozieren: «Sie verleiten gerade dazu, auch mit ihrer Aufmachung, das Getränk mit Alkohol zu mischen.»

Red Bull weist die Vorwürfe entschieden zurück: «Die Gesundheitsbehörden in aller Welt sind sich darin einig, dass Red Bull ein sicheres Produkt ist.» (hal/20 Minuten)

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