06.11.2015 13:59

«Cygnus»-Unfall

Neue Aufnahmen von Raketen-Explosion

Im Oktober 2014 wurde der US-Weltraumfrachter Cygnus nur wenige Sekunden nach dem Start gesprengt. Neue Bilder zeigen das Ausmass der Havarie.

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Eigentlich hätte das unbemannte Versorgungsschiff «Cygnus» Lebensmittel und Arbeitsgerät zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen, als es am 28. Oktober 2014 vom US-Weltraumbahnhof Wallops startete. Doch dazu kam es nicht: Nach einer ersten, unvorhergesehenen Explosion an einem Treibstofftank der Rakete wurden Antrieb und Frachter gezielt gesprengt. Das Ziel: verhindern, dass Raketenteile auf bewohntes Gebiet einschlagen.

Jetzt – ein Jahr später – veröffentlichte die US-Weltraumbehörde Nasa neue Fotos der absichtlich herbeigeführten Feuersbrunst (siehe Bildstrecke). Gleichzeitig gibt sie Auskunft über den Stand der Ermittlungen. Aktuell werden drei Szenarien als möglich betrachtet: Einerseits könnten Raketen-Antrieb und Turbinen-Kugellager nicht gut genug geschützt gewesen sein, andererseits könnten auch Titanium und Siliziumdioxid zur ersten Detonation geführt haben. Spuren davon wurden in den Trümmern entdeckt. Ebenso realistisch ist fehlerhaft verarbeitetes Material.

Ob eine einzige oder eine Kombination mehrerer Ursachen die erste Explosion auslöste, will die Nasa bald bekannt geben. Die Cygnus-Frachter werden von der Privatfirma Orbital Sciences im Auftrag der Nasa betrieben.

So erlebten Nasa-Mitarbeiter den explosiven Fehlstart. (Video: Youtube/SpaceVids.tv)

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