Aktualisiert 28.07.2004 08:54

Neue Ausweiskategorien: «Schweiz fährt ein Sonderzug»

Seit dem 1. April 2003 gelten in der Schweiz neue Motorrad-Führerausweiskategorien. Mit der Unterkategorie A1 fahre die Schweiz einen Sonderzug, heisst es bei der Fachstelle für Zweiradfragen.

Roller bis 50 cm3 dürfen ab 16 Jahren gefahren werden - neu auch dann, wenn die Höchstgeschwindigkeit mehr als 45 km/h erreicht. Für den Ausweis A1 müssen Lenkerinnen und Lenker eine praktische Grundschulung absolvieren, eine praktische und eine theoretische Prüfung bestehen sowie den Verkehrkundesunterricht besuchen. Ab 18 Jahren gelten diese Anforderungen auch für Roller bis 125 cm3.

An eine Maschine mit 125 cm3 Hubraum kommt relativ leicht, wer bereits den Auto-Führerausweis besitzt. Prüfung muss keine abgelegt werden. Lediglich die praktische Grundschulung (acht Stunden) ist zu belegen - dies innerhalb der vier Monate, während derer der Lernfahrausweis gültig ist.

Wer Roller mit mehr als 125 cm3 und einer Leistung von maximal 25 kW fahren will und noch keinen Führerausweis hat, muss Theorieprüfung, Verkehrskundeunterricht, zwölf Stunden praktische Grundschulung und die praktische Prüfung ablegen (Kategorie A beschränkt).

Wer über 25 Jahre alt ist und den Auto-Führerausweis oder Motorrad-Ausweis A1 hat, kann für Maschinen, die grösser als 125 cm3 und stärker als 25 kW sind, den Ausweis der Kategorie A unbeschränkt erwerben durch eine praktische Grundschulung und eine praktischen Prüfung. Wer noch keinen Führerschein hat, muss auch Theorieprüfung und Verkehrskundeunterricht absolvieren.

(sda)

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