In zwei Proben: Neue Coronavirus-Variante erstmals in der Schweiz nachgewiesen
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In zwei ProbenNeue Coronavirus-Variante erstmals in der Schweiz nachgewiesen

Die in Grossbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus ist erstmals auch in der Schweiz nachgewiesen worden. Das BAG geht davon aus, dass sich die betroffenen Personen in Isolation befinden.

von
Katja Fässler
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Erstmals wurde die neue Coronavirus-Variante auch in der Schweiz nachgewiesen. 

Erstmals wurde die neue Coronavirus-Variante auch in der Schweiz nachgewiesen.

Tom Weller/dpa
Auch aus Deutschland kam am 24. Dezember erstmals die Meldung, dass die Corona-Mutation nachgewiesen worden ist: Bei einer Frau, die am 20. Dezember aus Grossbritannien nach Baden-Württemberg einreiste.

Auch aus Deutschland kam am 24. Dezember erstmals die Meldung, dass die Corona-Mutation nachgewiesen worden ist: Bei einer Frau, die am 20. Dezember aus Grossbritannien nach Baden-Württemberg einreiste.

Marijan Murat/dpa
Die mutierte Variante B.1.1.7 des Coronavirus war erstmals in Grossbritannien nachgewiesen worden. 

Die mutierte Variante B.1.1.7 des Coronavirus war erstmals in Grossbritannien nachgewiesen worden.

AFP via Getty Images

Darum gehts

  • Die Corona-Virus-Mutation ist, wie Experten schon vermutet haben, auch in der Schweiz.

  • In zwei Proben von positiv getesteten Personen wurde der Befund entdeckt.

  • Die betroffenen Personen haben Wohnsitz in Grossbritannien und wurden in der Schweiz getestet.

In zwei Proben von positiv getesteten Personen wurde die betreffende Mutation entdeckt, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Heiligabend in einer Mitteilung schreibt. Auch in Deutschland war das Virus am selben Tag erstmals nachgewiesen worden.

Diese betroffenen Personen haben einen Wohnsitz in Grossbritannien und wurden in der Schweiz positiv auf das Coronavirus getestet. Die Proben wurden im Nationalen Referenzzentrum für neuauftretende Viruskrankheiten in Genf sequenziert.

Ein Kanton bestätigt Person in Isolation

Die Personen seien dem BAG namentlich bekannt, heisst es in der Mitteilung. Die Kantone, aus denen diese Proben stammen, wurden durch das BAG darauf aufmerksam gemacht, dass diese ansteckendere Variante allenfalls bei ihnen zirkulieren könnte. Um welche Kantone es sich handelt, gab das BAG nicht bekannt.

Das BAG geht davon aus, dass sich die positiv getesteten Personen in Isolation befinden. Ein Kanton hat dies für eine der beiden Personen bereits bestätigt. Deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Ein zweiter Kanton ist aktuell daran, die betroffene Person zu kontaktieren.

Schon am 21. Dezember hatten Experten des Bundes in einer Medienkonferenz verlauten lassen, dass das Virus vermutlich schon hier ist.

Corona-Mutation und Quarantäne

In Grossbritannien und Südafrika wurde in den vergangenen Tagen unabhängig voneinander je eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Varianten deutlich ansteckender sind und das Virus sich dadurch wesentlich schneller ausbreitet, als dies bei der bisherigen Variante des Coronavirus der Fall war. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am 23. Dezember 2020 Britinnen und Briten und auch Gäste aus Südafrika in der Schweiz mit einer SMS-Nachricht über die für sie geltenden Corona-Regeln informiert. In der Nachricht wird die angeschriebene Person darüber informiert, dass sich alle Reisenden aus Grossbritannien oder Südafrika, die am oder nach dem 14. Dezember 2020 in die Schweiz gekommen seien, ab dem Ankunftsdatum für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen.

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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