Expertenteams im Einsatz: Neue Fälle von Ebola in Uganda entdeckt
Aktualisiert

Expertenteams im EinsatzNeue Fälle von Ebola in Uganda entdeckt

Nach dem erneuten Ausbruch des Ebola-Virus im ostafrikanischen Uganda, liegen bereits 15 Patienten in Quarantäne. In den vergangenen Jahren waren in dem Land mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen.

Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereiten sich am 28. Juli vor dem Hagadi-Spital in der Provinz Kibale vor, Erkrankte zu besuchen.

Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereiten sich am 28. Juli vor dem Hagadi-Spital in der Provinz Kibale vor, Erkrankte zu besuchen.

Im ostafrikanischen Staat Uganda sind drei weitere Menschen am lebensgefährlichen Ebola-Fieber erkrankt. 15 Patienten mit möglichen Ebola-Symptomen lägen in Quarantäne in einem Spital im Distrikt Kibaale, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in der Hauptstadt Kampala mit.

Die Seuche war vor drei Wochen in der Region im Westen des Landes ausgebrochen und hat bislang 14 Menschen das Leben gekostet.

Neben Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des US-amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle (CDC) und des ugandischen Roten Kreuzes waren auch Experten von «Ärzte ohne Grenzen» (MSF) in Uganda im Einsatz. Sie versuchen, den Ebola-Patienten zu helfen und all diejenigen ausfindig zu machen, die Kontakt mit Betroffenen hatten.

Körperkontakte vermeiden

«Die Infizierten müssen isoliert werden, um eine weitere Übertragung des Virus zu verhindern», hiess es in einer MSF-Mitteilung. «Es ist sehr wichtig, schnell zu reagieren und zu klären, wo der Krankheitsherd liegt, um ihn dort schnellstmöglich isolieren zu können», sagte die Notfall-Koordinatorin Olimpia de la Rosa.

Die Menschen wurden von den Behörden aufgefordert, körperliche Kontakte und grosse Menschenansammlungen zu vermeiden und kein Fleisch - etwa von Affen - zu essen.

Hochgefährliche Krankheit

Bei zwei Ebola-Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda weit mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr starb dort ein zwölfjähriges Mädchen an der gefährlichen Krankheit.

Eine Infektion mit Ebola-Viren führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Es gibt weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel.

Das Virus kann bei Menschen und anderen Primaten ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber hervorrufen, das mit schweren inneren Blutungen einhergeht. Vor allem in Afrika südlich der Sahara kommt es immer wieder zu Ausbrüchen.

(sda)

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