Nach 4 Jahren und Verlust – Neue FCB-Führung zieht E-Sports-Projekt per sofort den Stecker
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Nach 4 Jahren und VerlustNeue FCB-Führung zieht E-Sports-Projekt per sofort den Stecker

Nach vier Jahren beendet der FC Basel per sofort sein E-Sport-Engagement. Zuletzt habe man mit dem Projekt einen mittleren sechsstelligen Verlust geschrieben, teilt der Club mit.

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2018 duellierten sich E-Sportler und FCB-Profis an der Konsole.

2018 duellierten sich E-Sportler und FCB-Profis an der Konsole.

Andy Mueller/freshfocus
Raoul Petretta bejubelt einen Treffer.

Raoul Petretta bejubelt einen Treffer.

Andy Mueller/freshfocus

Darum gehts

  • Der FC Basel beendet per sofort seinceigenes E-Sport-Engagement.

  • Die Firma eStudios AG übernimmt den Betrieb, an der auch David Degen beteiligt ist.

  • FCB-Fans hatten sich seit dem Start vor vier Jahren gegen das Projekt gewehrt.

Beim FC Basel wird weiter kräftig aufgeräumt. Am Freitagmorgen teil der Club mit, dass er seine E-Sports-Aktivitäten per sofort auslagere. Vor vier Jahren hatte der FCB dieses Projekt ins Leben gerufen und konnte auf nationaler und internationaler Ebene mehrer Erfolge feiern.

Finanziell rentiert hat sich das Ganze aber nicht, zuletzt habe der FCB einen Verlust im mittleren sechsstelligen Bereich hinnehmen müssen, heisst es in einer Mitteilung. «Der Club hat sich deshalb aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen entschieden, den E-Sports-Bereich aus der FC Basel 1893 AG auszulagern und von Experten betreiben zu lassen», schreiben die Basler. Ganz aus dem E-Sport zieht sich der Verein aber nicht zurück. Die Spieler sollen am neuen Ort weiter unter dem Namen FC Basel an Turnieren teilnehmen.

FCB-Fans protestierten gegen E-Sport

Nun soll die eStudions AG den Betrieb weiterführen, FCB-Miteigentümer David Degen ist an der E-Sport-Firma als Minderheitsaktionär beteiligt. Von den fünf zurzeit angestellten FCB-E-Sportlern soll Luca «Lubo» Boller übernommen werden, mit zwei weiteren sucht man noch eine Lösung. Von der ehemaligen argentinischen Fifa-Weltnummer eins Nicolás «nicolas99fc» Villalba und Schweizermeister Leandro «Dufty» Curty trennt sich der FCB dagegen per sofort.

Immer wieder protestierten die FCB-Fans in den vergangenen Jahren gegen das E-Sport-Projekt, das auch als Herzensangelegenheit von Ex-Basel-Boss Bernhard Burgener galt. Seit dessen Abgang wird beim Club unter der neuen Führung von David Degen ausgemistet. Mehrere Entlassungen sind bereits erfolgt, nun wird also auch das Gaming-Projekt den Rhein ab geschickt.

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(law)

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