Aktualisiert 05.05.2015 13:24

Gefährliche ÜberfahrtNeue Flüchtlingstragödie vor Sizilien befürchtet

Die Hilfsorganisation Save the Children meldet ein weiteres Bootsunglück im Mittelmeer. Es werden 40 tote Flüchtlinge befürchtet.

Im Mittelmeer hat es offenbar erneut ein tödliches Flüchtlingsunglück gegeben. Etwa 40 Menschen seien beim Untergang ihres Schlauchbootes vor Sizilien ums Leben gekommen, berichteten Überlebende nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Save the Children am Dienstag.

«Überlebende haben uns erzählt, dass viele Migranten von Bord ins Wasser gestürzt seien, demnach könnten es etwa 40 sein», sagte die Sprecherin von Save the Children, Giovanna Di Benedetto, am Dienstag in Catania. Überlebende hätten gesagt, es seien 137 Menschen an Bord gewesen, als das Schlauchboot die Luft verlor oder explodierte. Was genau geschah, sei unklar.

Tausende Flüchtlinge gerettet

Im Mittelmeer hat es in den vergangenen Wochen mehrere Flüchtlingsdramen gegeben, bei denen hunderte Menschen ertranken. Zwei Militärschiffe aus Malta und Italien brachten am Dienstag mehr als tausend gerettete Flüchtlinge in Süditalien an Land.

Die EU-Staaten beschlossen angesichts der Flüchtlingstragödie, ihre Marinemission im Mittelmeer auszuweiten. So wurden die Mittel für die EU-Grenzschutzmission «Triton» verdreifacht, ihr Einsatzgebiet blieb jedoch auf die Zone vor der italienischen Küste beschränkt. Trotz der tödlichen Unglücke reisst der Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer nicht ab.

(sda)

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