Aktualisiert 20.02.2011 21:24

ESC-HalbfinaleNeue Gegner für Anna

Langsam formiert sich Anna Rossinellis Konkurrenz. Am Wochenende haben gleich fünf weitere Länder ihre Teilnehmer bestimmt.

von
Niklaus Riegg

Am 10. Mai gilt es ernst für die Baslerin Anna Rossinelli. Dann wird sie in Düsseldorf versuchen, sich ins ESC-Finale zu singen. Während der Schweizer Beitrag als einer der ersten feststand, schicken jetzt auch die Konkurrenz ihre Teilnehmer ins Rennen.

Finnland

Finnland will mit Paradise Oskar den ESC in den hohen Norden holen. Dies dürfte schwierig werden. Der Künstlername ist noch das Originellste am 20-Jährigen, Blogs in der Heimat konstatieren ihm eine Ausstrahlung wie «ein Kartoffelsack». Der Song «Da Da Dam» erinnert an James Blunt – doch Singer/Songwriter haben es traditionell schwierig am Gesangswettbewerb.

Quelle: YouTube

Norwegen

Viel mehr Pfeffer hat der Beitrag von Finnlands Nachbarland Norwegen. Der auf Swahili gesungene Ethno-Dance-Schlager «Haba Haba» von Stella Mwangi erinnert an «Waka Waka». Die Stimme der 24-Jährigen ist allerdings nicht über jeden Zweifel erhaben.

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Island

Als drittes skandinavisches Land hat auch Island seinen Teilnehmer bestimmt: Sigurjón's Friends gehen mit «Aftur heim» an den Start. Und dem Song sind durchaus Aussenseiterchancen zuzurechnen. Auch wenn er auf Isländisch gesungen ist, hat er durchaus Ohrwurmcharakter. Wenn Sigurjón's Friends das Halbfinale überstehen, liegt alles drin.

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Malta

Malta setzt auf die Karte: Hübscher Junge singt Eurodance. Glen Vellas «One Life» ist nichts Weltbewegendes – aber es haben es schon belanglosere Beiträge beim ESC auf die vorderen Plätze geschafft. Vor allem der momentan hippe Achtzigerjahre-Appeal könnte den Song nach vorne spülen.

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Aserbaidschan

Anna Rossinelli spielte in der Show, bei der Aserbaidschan seinen Teilnehmer auswählte. Gewonnen haben Eldar Gasimov und Nigar Jamal. Die beiden werden in Düsseldorf eine dramatische Ballade schmettern – und damit vor allem im Ostblock auf Punktefang gehen.

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San Marino

Nach 2008 geht San Marino heuer zum zweiten Mal an den Start. Gewinnen soll Senit mit dem Song «Everytime». Dies dürfte schwierig werden: Die 08/15-Ballade hat man vergessen, bevor sie vorbei ist.

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Albanien

Für den Balkanstaat geht Aurela Gaçe ins Rennen. Die 36-Jährige hat schon so gut wie jeden Gesangswettbewerb in ihrer Heimat gewonnen – lebt jedoch seit zehn Jahren in den USA. Ihr Song «Kënga ime» klingt wie die Blaupause für einen ESC-Song aus dem Balkan: Hysterische Stimme, etwas Volksmusik und viel Pathos. Albanien ist keine Macht am Contest, erreichte jedoch die letzten drei Jahre jeweils das Finale.

Quelle: Vbox7

Armenien

Das armenische Fernsehen hat sich für Emmy entschieden. Im Gegensatz zum Vorjahr darf also nicht das Volk entscheiden, von wem es vertreten wird – analog zu Deutschland soll es aber eine Show geben, in der der Song bestimmt wird. Der Kaukasusstaat ist traditionell sehr stark beim Gesangswettbewerb: Bisher klassierte er sich immer in den Top 10, im Jahr 2008 schaffte es Sirusho sogar auf den vierten Platz.

Quelle: Youtube

Türkei

Auch bei der Türkei ist erst der Interpret, aber noch nicht der Song bekannt: Yüksek Sadakat. Die Rockband aus Istanbul dürfte ein harter Konkurrent für Anna werden – seit 2003 hat sich der türkische Teilnehmer immer unter den Top Ten im ESC-Finale klassiert. Damals gewann Sertab Erener mit «Everyway That I Can» das bisher einzige Mal für die Türkei.

Quelle: YouTube

Anna Rossinelli hat ohnehin sehr starke Konkurrenz: Mit Norwegen (2009), Russland (2008), Serbien (2007), Finnland (2006) und Griechenland (2005) sind ausser Titelverteidigerin Lena alle Gewinner seit 2005 in Annas Gruppe.

Einzig Polen, Ungarn und Malta haben in den letzten Jahren eine ähnlich schlechte Bilanz wie die Schweiz vorzuweisen.

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