Nachwuchsmangel: Neue Helden braucht die Feuerwehr
Aktualisiert

NachwuchsmangelNeue Helden braucht die Feuerwehr

Unzählige Feuerwehren im ganzen Land leiden unter Personalmangel. Mit einer neuen Kampagne soll der Negativtrend zumindest in der Region Bern-Freiburg gestoppt werden.

von
Stefanie Nopper
Freiburger Feuerwehr wirbt mit sich räkelnden Feuerwehrleuten an Laternen für Nachwuchskräfte.

Freiburger Feuerwehr wirbt mit sich räkelnden Feuerwehrleuten an Laternen für Nachwuchskräfte.

«Wir sind mit unserer Kompanie am Limit», so Kommandant Markus Dähler von der Feuerwehr Schwarzenegg bei Thun. Es sei schwierig, Junge zu rekrutieren. Ähnlich siehts in Freiburg aus: In der Kompanie von Kommandant Philippe Jordan fehlen 14 von 72 Mann. Darum hat die kantonale Gebäudeversicherung in der Stadt Freiburg jetzt eine Kampagne gestartet: Feuerwehrleute aus Karton turnen an Strassen­laternen und locken mit Sprüchen wie «Büschu a hiissa Tüpp?» in breitem Freiburgerdialekt Nachwuchs an.

Auch die Feuerwehren Burgdorf und Murten haben zu kämpfen: So fehlen in Burgdorf laut Kommandant Martin Rutschi zehn Personen, um die Vorgaben der Gebäude­versicherung zu erfüllen. «Wir haben in diesem Jahr 800 Personen eingeladen, davon kamen 14 zum Infoanlass – und gerade mal sieben von ihnen konnten wir einteilen», sagt Kommandant Claudio Mignot von der Feuerwehr Murten. Dabei fehlen auch hier 13 zusätzliche Nachwuchskräfte. Wegen des derzeitigen Mangels arbeiten laut Daniel Banholzer, Präsident des Feuerwehrverbandes Kanton Bern, viele Feuerwehren in Bern zusammen. Immerhin: Trotz Nachwuchssorgen konnten bisher alle Brände gelöscht werden.

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