Champions League: Neue Hoffnung bei Milan und Real
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Champions LeagueNeue Hoffnung bei Milan und Real

Die AC Milan und Real Madrid haben personell aufgerüstet und mächtig investiert. Das Ziel ist klar: Nach mageren Jahren sollen bei den beiden Topklubs endlich wieder Titel her.

Zlatan Ibrahimovic soll bei Milan für Tore sorgen. (Bild: AP)

Zlatan Ibrahimovic soll bei Milan für Tore sorgen. (Bild: AP)

Die Gruppe G ist aus historischer Warte die «Hammergruppe» der Champions League. Real Madrid (9), Milan (7) und Ajax Amsterdam (4) holten die prestigeträchtige Trophäe zusammen 20-mal. Zuletzt gehörten die drei Top-Klubs nicht mehr zur Bel-Etage. Real Madrid erreichte 2004 letztmals die Viertelfinals, Milan scheiterte seit dem letzten Champions-League-Triumph 2007 zweimal in den Achtelfinals und wurde einmal sogar in den UEFA-Cup verbannt. Und Ajax sieht in Zeiten der Globalisierung die Elite entrückt. Die Holländer haben zwar vier Vize-Weltmeister in ihren Reihen, spielen auf europäischer Bühne aber seit über einem Jahrzehnt keine entscheidende Rolle mehr.

Vor einem Jahr überstanden Real und Milan in der gleichen Gruppe wie der FC Zürich gemeinsam die Vorrunde, danach war der Parcours in der ersten K.o.-Runde für beide zu Ende. 2010/2011 streben sie wieder nach oben. Das primäre Saisonziel ist für beide nichts weniger als der Triumph in der Champions League, denn für die beiden erfolgreichsten Klubs der Welt ist nur das Beste gut genug.

Milans «fantastische Vier»

Milan startet mit einem Heimspiel gegen Auxerre. Die Burgunder, bei denen Stéphane Grichting nicht mehr gesetzt ist und am letzten Samstag bloss auf der Ersatzbank sass, stehen in der Ligue 1 nach fünf Runden noch ohne Sieg da. Milan pendelte in den ersten zwei Spielen zwischen den Extremen. Auf das 4:0 gegen Lecce folgte das 0:2 beim anderen Aufsteiger Cesena.

Trotz dem überraschenden Flop will Coach Massimiliano Allegri weiterhin nur drei seiner vier hochkarätigen Stürmer präsentieren. Die Medien, Ministerpräsident und Klub-Besitzer Silvio Berlusconi sowie die Tifosi sähen Ronaldinho, Zlatan Ibrahimovic, Pato und Robinho gerne gemeinsam im Einsatz, doch Allegri lässt sich nicht beirren. «Wir brauchen nicht nur Stürmer, sondern auch ein ausgewogenes Team.» Deshalb wird gegen Auxerre Robinho erneut auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen.

Mourinho setzt auf Özil

José Mourinho, der neue Real-Trainer, ist derweil durchaus gewillt, vier Offensivkräfte einzusetzen. Deshalb wird der Deutsche Mesut Özil hinter den Stürmern Cristiano Ronaldo, Gonzalo Higuain und Karim Benzema oder Angel Di Maria spielen. Beim 1:0 am Samstag gegen Osasuna zeigte Özil eine gute Leistung und wurde von den Medien wohlwollend beurteilt.

Auch Superstar Ronaldo lobte den neuen Mitspieler. «Er versteht die Sprache des Fussballs. Wir werden uns von Spiel zu Spiel besser verstehen.» Vor dem Auftakt zuhause gegen Ajax sprach aber selbst Ronaldo leise Töne. «Wir müssen erst etwas aufbauen. Die Fans müssen mit uns Geduld haben.»

(si)

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