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Neue Hoffnung für «Hubble»

NASA-Chef Sean O'Keefe will seine Entscheidung überdenken, Wartungsflüge zum Weltraumteleskop «Hubble» einzustellen.

In einem Brief an ein Mitglied des Senats-Unterausschusses für die NASA, Barbara Mikulski, schrieb er, der Vorsitzende der Kommission zur Aufklärung der «Columbia»-Katastrophe Hal Gehman solle sich noch einmal mit der «Hubble»-Frage befassen. Senatorin Mikulski hatte gegen O'Keefes Entscheidung protestiert, Shuttle-Flüge zur Wartung des Weltraumteleskops angesichts der von Präsident George W. Bush geplanten bemannten Mond- und Marsmissionen zu beenden.

«Hubble» sendet seit 1990 Bilder von fernen Galaxien aus dem Weltall. Ohne den für 2006 geplanten Wartungsflug würde es schon vor seiner Ausserdienststellung 2010 unbrauchbar. O'Keefe hatte seine Entscheidung damit begründet, dass das Raumfährenprogramm nach Bushs Vorgaben bis 2010 eingestellt werden soll und alle Shuttle-Kapazitäten bis dahin für den Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS) benötigt würden. Mikulski hielt dagegen, dass die ausserordentlichen Verdienste «Hubbles» für Wissenschaft und Forschung berücksichtigt werden müssten. (dapd)

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