Aktualisiert 07.10.2019 16:56

Blender-Schachtel?Neue Kägi-Packung – weniger Inhalt, mehr Abfall

Der Biscuit-Fabrikant Kägi hat die Packung der Kägi-fret verändert. Obwohl die Abfallmenge steigt, hat es zwei Schoggiwaffeln weniger drin. Und der Preis?

von
sas
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Der Traditionshersteller Kägi hat die Verpackung seiner Kägi-Fret-mini-Biscuits angepasst: Neu kommen die Guetsli in einer eckigen Kartonschachtel daher, die massiv grösser wirkt als das bisherige Gebinde.

Der Traditionshersteller Kägi hat die Verpackung seiner Kägi-Fret-mini-Biscuits angepasst: Neu kommen die Guetsli in einer eckigen Kartonschachtel daher, die massiv grösser wirkt als das bisherige Gebinde.

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In der neuen Packung befindet sich ein in Plastik eingeschweisster, vierteiliger Innenkarton, der jeweils sechs Biscuits von den nächsten sechs trennt.

In der neuen Packung befindet sich ein in Plastik eingeschweisster, vierteiliger Innenkarton, der jeweils sechs Biscuits von den nächsten sechs trennt.

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Bis anhin waren die Kägi-Fret lediglich eng aneinander in einem simplen Innenkarton verpackt gewesen, der von plastifiziertem Papier umschlossen wurde.

Bis anhin waren die Kägi-Fret lediglich eng aneinander in einem simplen Innenkarton verpackt gewesen, der von plastifiziertem Papier umschlossen wurde.

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Es ist der Trick der Konsumgüterhersteller: Eine Firma ändert das Verpackungsdesign und passt dabei gleich noch den Inhalt an. Was für den Konsumenten bleibt, ist meist eine heimliche Preiserhöhung. So geschah es in diesem Frühling etwa bei den PET-Flaschen von Coca-Cola, die neu nur noch 450 statt 500 Milliliter Inhalt haben.

Nun hat auch der St. Galler Traditionshersteller Kägi im September die Verpackung seiner Kägi-fret-mini-Biscuits angepasst, wie die SRF-Konsumsendung «Espresso» berichtet. Neu kommen die Guetsli in einer eckigen Kartonschachtel daher, die massiv grösser wirkt als das bisherige Gebinde. In der neuen Packung – selbstredend mit Schweizer Flagge und Berg-Design – befindet sich ein in Plastik eingeschweisster, vierteiliger Innenkarton, der jeweils sechs Biscuits von den nächsten sechs trennt.

Viel Luft in der Packung

Bis anhin waren die Kägi-fret lediglich eng aneinander in einem simplen Innenkarton verpackt gewesen, der von plastifiziertem Papier umschlossen wurde. Was neben dem gestiegenen Verpackungsmaterial der neuen Kägi-fret-Gebinde sonst noch auffällt: Es hat nur noch 24 statt 26 Schoggiwaffeln drin. Der geschrumpfte Inhalt zeigt sich auch bei der Mengenangabe. Neu hat die Packung noch einen Inhalt von 152 statt 165 Gramm. Der Rest: Luft oder Trennstege aus Karton.

Bei Kägi heisst es auf Anfrage, die neue Verpackung schütze die Schokoladenwaffeln besser vor Stössen. Zudem bleibe der Schokoladenmantel auch bei Wärme länger unversehrt und die Waffeln würden weniger aneinanderhaften. Weiter betont Sprecherin Anja Prasse: «Wir haben uns als erster Schweizer Hersteller für einen recycelbaren Innenkarton mit Zwischenstegen statt der marktüblichen Blisterschalen aus Plastik entschieden.» Sowohl der innere als auch der äussere Karton könnten recycliert werden.

Preisempfehlung angepasst

Geht mit der neue Kägi-Packung auch eine versteckte Preiserhöhung einher? Ein Augenschein im Detailhandel zeigt, dass gewisse Läden die Guetsli noch immer zum bisherigen Preis verkaufen.

Bei Kägi heisst es dazu, man habe mit dem geänderten Inhalt auch den Abgabepreis an den Handel sowie die unverbindliche Verkaufspreisempfehlung gesenkt. Der Biscuit-Produzent bedauert, dass die Läden womöglich vereinzelt mit leichter Verzögerung auf die Umstellung reagiert haben. «Inzwischen können wir bei den meisten Händlern eine Preisreduktion von 3.95 auf 3.65 Franken sehen», sagt Prasse. Dies entspreche einem stabilen 1oo-Gramm-Preis.

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