7,7 Kilometer unter dem Meer: Neue Kreaturen der Tiefsee auf Video gebannt

Aktualisiert

7,7 Kilometer unter dem MeerNeue Kreaturen der Tiefsee auf Video gebannt

Ein Forscherteam hat einen neuen Tiefpunkt erreicht, im positiven Sinne: Es ist ihnen gelungen, 7,7 Kilometer unter dem Meeresspiegel einen Fischschwarm zu filmen. Dieser war erstaunlich aktiv.

Ein Team, bestehend aus Forschern aus England und Japan, begegnete dem Schwarm in schwindelerregenden 7,7 Kilometern Tiefe im Pazifik im Japangraben (siehe Karte rechts). Es ist ihnen gelungen, die 17 etwa 30 Zentimeter langen zu den Scheibenbäuchen gehörenden Fische zu filmen, wie bbc.co.uk berichtete.

Die Forscher waren über die Aktivität der Fische, die sich gerade an einer toten Krabbe gütlich taten, erstaunt. Bisher hatte man angenommen, dass Tiere, die in solchen Tiefen leben, träge seien, um Energie zu sparen. Denn erstens hätten sie einen sehr hohen Druck auszuhalten und zweitens gibt es in diesem tiefen Dunkel kaum Nahrung - die Fische sind darauf angewiesen, dass weiter oben etwas für sie abfällt.

Leben in absoluter Dunkelheit

Weil die Fische in absoluter Dunkelheit leben, sind sie mit vibration receptors an ihren Schnauzen ausgerüstet, die ihnen zur Auffindung von Nahrung dienen.

Ein Forscher: «Noch nie haben Menschen lebende Fische in diesen Tiefen gesehen, lediglich eingelegte Exemplare in Museen. Nach ihrer Reise von den unglaublichen Tiefen bis zu uns sind diese allerdings in einem ziemlich desolaten Zustand. Die von uns beobachteten Exemplare hingegen waren eigentlich recht süss.»

Neuen Tiefpunkt erreicht

Der «Ausflug» der Forscher setzt einen neuen Tiefpunkt, im positiven Sinne. Denn niemals zuvor konnte man sich in solchen Meerestiefen umschauen. So sind sie denn auch davon überzeugt, dass sie auf ihrer nächsten Expedition im März 2009 auf noch tiefer lebende Fische stossen werden. Dannzumal werden sie den Boden in sechs bis neun Kilometern Tiefe absuchen.

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